Blackberry-CEO: BES könnte Windows Phone unterstützen

John Chen sagt: "BES holt Geld herein. Es wächst nur nicht. Wir brauchen neue Features und Funktionen." Kompatibilität zu Windows Phone ist eine, die mit "BES 11, 12, 13, 14" kommen könnte. Die aktuelle Versionsnummer ist die 10.

Blackberry-CEO John Chen hat in einem jetzt veröffentlichten Interview die Möglichkeit erwähnt, dass Blackberry Enterprise Services das Betriebssystem Windows Phone unterstützen könnte. Bisher kommt das Mobile Device Management nur mit Blackberry-Smartphones aller Generationen und dem Tablet Playbook, mit Android und iOS zurecht. Die aktuelle Version ist BES 10.

Blackberry-CEO John Chen beim Pressegespräch während der CES <br> (Bild: Roger Cheng / CNET)Blackberry-CEO John Chen beim Pressegespräch während der CES
(Bild: Roger Cheng / CNET)

Das Gespräch mit Crackberry hatte bereits letzte Woche auf der Messe CES in Las Vegas stattgefunden. Chens Bemerkung bezog sich auf die Zukunft – oder in seinen Worten „BES 11, 12, 13, 14“. Mit ihnen wolle Blackberry neue Kunden gewinnen. „Ich könnte ein Vertriebsteam in die Wall Street schicken … wir würden hingehen und ihnen erzählen, warum BES das Beste für sie ist, die Roadmap durchgehen, den Produktumfang und alle diese schönen Sachen. Wir werden ihre Investitionen in iPhone und Android und alles andere schützen, sogar Windows Phone.“

Bisher hatte Blackberry das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone mit keinem einzigen Produkt unterstützt, weder im Heimanwendersegment noch innerhalb von Geschäftskunden-Produkten. So gibt es den jetzt für mehrere Plattformen vorliegenden Blackberry Messenger (BBM) nicht für Windows Phone, und die Mitte 2013 gestartete Geräteverwaltung Secure Work Spaces, die Teil von BES 10 ist, unterstützt es wie erwähnt auch nicht – trotz der von Marktforschern berichteten steigenden Marktanteile von Windows Phone, vor allem in Europa.

Zwar sehen die Anteile von Windows Phone neben denen von Android und iOS weiter bescheiden aus, doch zumindest Blackberrys eigenen Smartphone-Marktanteil haben Microsoft und seine Partner in den USA wie Europa längst übertroffen. Wenn Nokias Gerätesparte wie erwartet dieses Quartal in Microsoft aufgeht, könnte das zusätzlichen Schwung bringen.

Chen stellte in dem Interview auch klar, dass BES Profite einspielt. „BES holt heute schon Geld herein. Es wächst nur nicht. Wenn man es genau nimmt, geht die Tendenz seit dem Marktrückzug von Blackberry 7 in die andere Richtung. Ich brauche neue Features und Funktionen, um wieder auf den richtigen Weg zurückzukommen.“ In Zukunft werde sich BES von einer Serverlösung zur „Enterprise Mobility Computing Engine“ entwickeln.

Seine Kernbotschaft an Firmen lautet: „Sie können iPhone-Kunde und gleichzeitig Blackberry-Kunde sein. Sie können Android-Kunde und gleichzeitig Blackberry-Kunde sein. Das schließt sich nicht aus.“

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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