Gartner: Hersteller liefern 2014 mehr als eine Milliarde Android-Geräte aus

Die Android-Verkaufszahlen sollen um 26 Prozent auf 1,1 Milliarden Einheiten steigen. Die Zahl der Android-Nutzer wird sich der Prognose zufolge sogar auf 1,9 Milliarden erhöhen. Windows belegt in Gartners Statistik über alle Geräteklassen hinweg den zweiten Platz vor iOS und Mac OS.

Gartner erwartet, dass 2014 mehr als eine Milliarde Android-Geräte einen Käufer finden werden. Die Absatzzahlen sollen sich gegenüber 2013 um 26 Prozent auf 1,1 Milliarden Einheiten erhöhen. Damit würde Android über alle Geräteklassen wie PCs, Smartphones und Tablets hinweg seine Position als Marktführer ausbauen.

Gartner

Den zweiten Platz in der Statistik belegt Microsofts Windows. Mit 359,9 Millionen ausgelieferten Geräten (plus neun Prozent) soll es 2014 nur noch knapp vor Apples Betriebssystemen iOS und Mac OS liegen, die zusammen auf 344,2 Millionen Einheiten kommen sollen (plus 29 Prozent). Dem kanadischen Handyhersteller Blackberry sagt Gartner einen Rückgang der Verkaufszahlen um 36 Prozent auf 15,4 Millionen Einheiten voraus.

„Android bleibt über alle Geräte hinweg das OS der Wahl“, heißt es in einer Pressemitteilung von Gartner. Im Vergleich zu Apple-Kunden kauften Android-Nutzer auch Low-Cost-Geräte. Dadurch werde sich die Zahl der Android-Nutzer 2014 sogar auf 1,9 Milliarden erhöhen, im Vergleich zu 682 Millionen iOS- und Mac-OS-Nutzern, erklärt Annette Zimmerman, Principal Analyst bei Gartner.

Der Markt für Desktop- und Notebook-PCs wird laut Gartner in diesem Jahr um sieben Prozent auf 277 Millionen verkaufte Geräte schrumpfen. Die Tablet- und Smartphone-Verkäufe sollen sich hingegen um 47 beziehungsweise 5 Prozent auf 263 Millionen und 1,893 Milliarden Einheiten erhöhen. Als vierte Gerätekategorie führt Gartner ultramobile Hybridgeräte und Clamshell-Modelle in seiner Statistik, die sich 2014 rund 39 Millionen Mal verkaufen sollen.

„Mobiltelefone sind eine Notwendigkeit. Sie werden weiter wachsen, aber langsamer als zuvor“, sagt Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner. Das größere Wachstum ergebe sich inzwischen in mittleren und unteren Preislagen und nicht mehr im Premiumbereich. Zudem kehrten immer mehr Verbraucher traditionellen PCs wie Desktops und Notebooks den Rücken. Tablets, Hybridgeräte und leichte Notebooks gingen besser auf die zunehmend unterschiedlichen Anforderungen von Verbrauchern ein.

Geräteverkäufe weltweit laut Gartner (in Millionen Stück)

Geräteart 2012 2013 2014 2015
PC 341,2 299,3 277,9 268,5
Tablet 119,5 179,5 263,5 324,6
Mobiltelefon 1746,2 1804,3 1893,4 1964,8
Andere Mobilgeräte 9,3 17,2 39,6 63,8

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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Themenseiten: Android, Apple, Desktop, Gartner, Google, Microsoft, Notebook, Smartphone, Tablet, Windows, iOS

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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8 Kommentare zu Gartner: Hersteller liefern 2014 mehr als eine Milliarde Android-Geräte aus

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  • Am 8. Januar 2014 um 15:28 von Mac-Harry.dec

    Apple gegen Android nur noch ein Drittel an Marktanteil? Das wurde auch mal Zeit. Endlich wird Apple wieder hipp. Raus aus der Masse und wieder mehr etwas besonderes. Eigentlich sollte Apple die Preise etwas erhöhen, damit die Entscheidung für Android leichter fällt.

    • Am 8. Januar 2014 um 15:58 von Square Zero

      Donnerwetter…ich bin fast sprachlos!
      Deine Aussage ist zwar vom Grunde her richtig, aber ich sehe zwei kleine Haken. Der eine ist, es widerspricht ein wenig Deiner Art, jemandem Appleprodukte auszureden. Der andere ist, wenn schon Nischenprodukt, warum dann nicht BlackBerry?

  • Am 8. Januar 2014 um 16:43 von Mac-Harry.dec

    Blackberry? Na, liegt doch auf der Hand: Blackberry verbrennt Geld, Google verdient nur Geld mit Werbung und Microsoft macht schlappe 80 Mrd. US$ pro Jahr.

    Apple ist derzeit der einzige Laden, der über 170 Mrd. US$ erwirtschaftet. Ware gegen Geld, nicht Werbung gegen gegen den Willen der Verbraucher, aber ich vergaß, Android-Nutzer lieben Werbung.

    • Am 8. Januar 2014 um 17:05 von Franky

      Mac-Harry liebt es, Umsatzzahlen miteinander zu vergleichen. Von Wirtschaft hat er absolut keine Ahnung. Ich amüsiere mich immerwieder köstlich… :-) @ Mac Harry: schau mal auf Walmart! Die machen „schlappe“ 450 Mrd Doller. Oh mein Gott! Die sind ja 3x mal so reich wie Apple! ;-) (Achtung: hier weht ein Hauch Ironie mit…)

    • Am 8. Januar 2014 um 19:04 von Square Zero

      Dass BB derzeit schlecht da steht, macht die aktuellen Geräte nicht per se schlecht. Sind sie auch nicht! Und – auch wenn ich das ungern vorhole – Apple stand auch vor dem Abgrund, bevor es in jüngerer Zeit richtig groß wurde.

  • Am 8. Januar 2014 um 18:15 von MrNachgefragt

    ist schon gut wenn ein Firma wie Google die da drin hängt in Entwicklung auch noch den mobilen Markt beherrschen würde .. verzahnen wir jetzt Internetsuche und mobile Geräte… so kriegt man noch mehr Infos über User .. aber nicht jeder weiss Bescheid wer wie was usw

  • Am 9. Januar 2014 um 1:54 von Judas Ischias

    Also ich kann jetzt nicht gerade behaupten dass ich Werbung mag, geschweige denn liebe, aber wenn ich doch für etwas Werbung so viele schöne nützliche Dinge umsonst bekommen kann, nehme ich diese gerne in Kauf, bzw. ignoriere die Werbung. Auf der anderen Seite ist es doch auch ganz nützlich schon frühzeitig auf eine gute Haftcreme für die dritten Zähne hingewiesen zu werden, oder Windeln und Gummihosen bei Inkontinenz. Irgendwann kommt der Tag wo man solche Dinge vielleicht mal braucht, dann ist vorbereitet sein alles.

  • Am 9. Januar 2014 um 8:47 von Marcus

    Ich sag mal so, Werbung hat man auch bei sky. Und Google + gibt es auch für IOS. Alle die hier über Privatsphäre schreiben Posten garantiert ihr halbes Leben bei Facebook oder Twitter.

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