US-Weihnachtsgeschäft mit Technik zieht an – aber weniger als erwartet

Statt der erhofften 48,1 waren es 42,8 Milliardne Dollar. Das könnte an Comscores Messverfahren liegen. Es erfasst nur Online-Bestellungen von PC-Systemen aus. Amazon.com verzeichnete aber in der Weihnachtssaison 2013 mehr als 50 Prozent aller Bestellungen von Mobilgeräten aus.

Die Marktforscher von Comscore und der E-Commerce-Konzern Amazon haben erste Ergebnisse zum Weihnachtsgeschäft in den USA vorgelegt. Comscore zufolge gaben Online-Einkäufer zwar 2013 rund 10 Prozent mehr als noch 2012 für Computer- und IT-Produkte aus. Die Marktforscher hatten aber ein Plus von 14 Prozent erwartet.

Online-Einkauf

Der tatsächliche Umsatz zwischen 1. November und 22. Dezember belief sich auf 42,8 Milliarden Dollar, der erwartete aber auf 48,1 Milliarden Dollar. „Die letzte Woche des Online-Shoppings generierte deutlich weniger Umsatz als erwartet, und es gab darin keinen Verkaufstag mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz – wenn auch Montag und Dienstag dem nahekamen“, schreibt Comscore-Geschäftsführer Gian Fulgoni.

Für den größten Umsatz sorgten ihm zufolge „Gadgets“, also Kleingeräte, gefolgt von Videokonsolen samt Spielen – der Kategorie mit dem größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Heimelektronik kam auf Platz drei – besonders wegen der bei Comscore dazu zählenden Smartphones. In ähnlicher Weise waren es Tablets, die den Bereich „Computer“ an Position 4 brachten.

Den größten Umsatz – nämlich 1,735 Milliarden Dollar – brachte der Technikschnäppchentag Cyber Monday, der dieses Jahr auf den 2. Dezember fiel. Zweitstärkster Verkaufstag war Green Monday (9. Dezember) mit 1,401 Milliarden Dollar. Die Milliardengrenze wurde an 10 Tagen überschritten – im Jahr 2012 waren es noch 12 gewesen, was aber am späten Termin für Thanksgiving 2013 und dadurch einem komprimierten Weihnachtsgeschäft gelegen haben dürfte.

Bemerkenswert ist allerdings, dass Comscore nur Online-Einkäufe von PCs aus erfasste. Amazon informiert in einer parallel veröffentlichten Pressemeldung zum Weihnachtsgeschäft auf Amazon.com, mehr als die Hälfte aller Aufträge sei von einem Mobilgerät ausgegangen.

Amazon

Der Onlinehändler feiert in seiner ebenfalls auf die USA ausgerichteten Meldung den Abodienst Prime als größten Erfolg. Dieser garantiert in den Staaten eine Lieferung innerhalb zweier Werktage. Die Zahl der von Amazon.com im Weihnachtsgeschäft mit Prime gelieferten Waren übersteige die Zahl der Haushalte in den USA, heißt es.

Anders als Comscore bezieht sich Amazon natürlich nicht nur auf Technikprodukte. Die meistverkauften Tablets auf Amazon.com waren erwartungsgemäß Kindle Fire HD vor Kindle Fire HDX mit 7 Zoll und Kindle Fire HDX mit 8,9 Zoll, von denen man „Millionen“ verkauft habe. In der Notebook-Kategorie führte Samsungs aktuelles Chromebook vor dem Asus Transformer Book und dem Acer-Chromebook.

[mit Material von Michelle Meyers, News.com]

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Themenseiten: Amazon, E-Commerce, Marktforschung, Smartphone, Tablet, comscore

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