Motorola scheitert mit Berufung gegen Patenturteil zugunsten von Microsoft

Die Google-Tochter wollte ein Microsoft-Patent nachträglich für ungültig erklären lassen, weil sie die darin beschriebene Technik nicht für neu hält. Es geht um eine Methode zur Synchronisation von Kalendereinträgen.

Motorola ist vor dem US Court of Appeals mit dem Versuch gescheitert, ein Microsoft-Patent für ungültig erklären zu lassen. Es beschreibt eine Methode zur Synchronisation von Kalenderdaten zwischen einem Mobilgerät und einem Computer. Microsoft hatte es zuvor eingesetzt, um ein US-Importverbot gegen einige Smartphone-Modelle der Google-Tochter durchzusetzen, wie Bloomberg berichtet.

dojpatenteurteil

Das Patent steht in Zusammenhang mit Microsofts ActiveSync-Software, die Motorola lizenziert hatte, bevor beide Parteien gegeneinander prozessierten. Motorola hatte laut Gerichtsunterlagen (PDF) zu argumentieren versucht, dass die darin beschriebene Technik nicht neu sei, sondern zuvor schon von Apple für den weitgehend erfolglosen PDA Newton (alias MessagePad) eingesetzt wurde. Das Berufungsgericht wollte dieser Argumentation jedoch nicht folgen.

„Wir sind über die Entscheidung enttäuscht, aber mit dem Gesamtergebnis zufrieden“, teilte ein Motorola-Sprecher mit. „Microsoft hat bei acht seiner ‚besten‘ Patente verloren, und dieses einzelne Urteil beeinträchtigt nicht unsere Fähigkeit, großartige Produkte zu bauen, die die Leute lieben.“

Konkret geht es bei dem Streit der beiden Firmen um die Terminplanungssoftware bestimmter Droid-Smartphones und des Motorola-Tablets Xoom, auf denen Googles Mobilbetriebssystem Android läuft. Laut Microsoft verletzt die Software seine ActiveSync-Technologie, was Motorola bestreitet. Schon im Mai 2012 erließ die Internationalen Handelskommission der USA (ITC) ein Importverbot gegen die fraglichen Motorola-Geräte, das bis mindestens 2018 gelten soll.

Da der US-Zoll das Einfuhrverbot jedoch nach Ansicht von Microsoft nicht konsequent durchsetzte, reichte es im Juli 2013 Klage gegen die Zollbehörde selbst und das US-Heimatschutzministerium als Aufsichtsbehörde der U.S. Customs and Border Protection (CBP) ein. Die Regierung beantragte laut Bloomberg die Abweisung der Klage. Ein Urteil in dem Fall steht noch aus.

[mit Material von Richard Nieva, News.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie Google? Testen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Themenseiten: Google, Microsoft, Motorola, Patente, Patentstreit, Smartphone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Motorola scheitert mit Berufung gegen Patenturteil zugunsten von Microsoft

Kommentar hinzufügen
  • Am 17. Dezember 2013 um 19:28 von PeerH

    Gut so, Patent-Trollen sollte geächtet werden. Der Kauf Motorolas war für Google ein ziemliches Milliarden Grab, aus Patent-Sicht hat sich das bisher wohl kaum gelohnt. ;-)

    • Am 18. Dezember 2013 um 11:41 von Judas Ischias

      Milliardengrab? Woher Du wohl immer dein Wissen beziehst? Echt interessant. Ich würde doch mal denken, dass das nur Leute behaupten können die bei Google direkt mit der Materie befasst sind und nicht ein Kommentartor auf ZDnet.de!

  • Am 19. Dezember 2013 um 11:02 von punisher

    da hat jemand vergessen welche Firma einer der größten Patent trolle ist, apple. aber peerh sieht das natürlich nicht so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *