31 Prozent von Yahoos Umsatz stammen aus Suchpartnerschaft mit Microsoft

Das geht aus einer Börsenpflichtmeldung an die US Securities and Exchange Commission hervor. Dennoch ist Yahoo-CEO Marissa Mayer mit der Such-Allianz nicht zufrieden. Letzlich profitiert der Internetkonzern aber von den vereinbarten Umsatzgarantien.

Yahoo ist offenbar deutlich stärker von Microsoft abhängig, als ihm lieb sein kann. Im vergangenen Quartal resultierte knapp ein Drittel (31 Prozent) des Umsatzes des Internetkonzerns aus der Suchpartnerschaft mit Microsoft, wie Bloomberg unter Bezug auf eine Börsenpflichtmeldung an die US Securities und Exchange Commission berichtet.

Yahoo

Die im Jahr 2009 abgeschlossene Kooperation ist auf zehn Jahre ausgelegt. Sie sieht vor, dass Yahoo auf seinen Seiten Microsofts Bing-Suche einsetzt und dies mit dem Hinweis „Powered by Bing“ kennzeichnet.

Die Börsenmeldung folgt auf eine Anfrage der Börsenaufsicht an Yahoo, seine Mitteilungen zum Such- und Anzeigengeschäft zu konkretisieren. Zuvor hatte das Unternehmen laut Bloomberg nur vage erklärt, das Suchabkommen trage über 10 Prozent zum Umsatz bei.

Die jetzt veröffentlichte Umsatzmeldung verdeutlicht die schwierige Beziehung der beiden Unternehmen, die aus der Suchpartnerschaft resultiert. Yahoo-CEO Marissa Mayer hatte im Februar ihre Unzufriedenheit mit dem von ihrer Vorgängerin Carol Bartz abgeschlossenen Suchdeal zum Ausdruck gebracht. Allerdings zeigt die jüngste Börsenmeldung, dass er für einen Großteil von Yahoos Umsatz im vergangenen Quartal verantwortlich war.

Im Mai suchte Mayer nach Informationen des Wall Street Journal sogar nach einer Möglichkeit, die Suchpartnerschaft vorzeitig zu beenden oder zumindest abzubremsen. Ein Gericht entschied jedoch im Oktober, dass es die Zusammenarbeit mit Microsoft wie vereinbart fortführen muss.

Bei der Präsentation der Bilanz für das dritte Quartal räumte Mayer schließlich ein, dass die Such-Allianz zwar „enttäuschende“ Ergebnisse liefere, aber Yahoo auch mehr Kontrolle über das Sucherlebnis gebe. Zudem profitiere man von den vereinbarten Umsatzgarantien.

Dennoch muss die Suchpartnerschaft nicht zwingend die vollen zehn Jahre halten. Denn die Vertragsbedingungen enthalten gewisse „Ausstiegsklauseln“, die beiden beteiligten Unternehmen eine vorzeitige Aufkündigung der Partnerschaft erlauben, sollten bestimmte finanzielle Erwartungen nicht erfüllt werden.

[mit Material von Richard Nieva, News.com]

Themenseiten: Bing, Microsoft, Strategien, Suchmaschine, Yahoo

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