Dells erstes Chromebook startet im Januar

Dell bereitet sein erstes Notebook mit Googles Chrome OS vor. Das Dell Chromebook 11 ist allerdings nur für amerikanische Schulen gedacht, nicht für die Allgemeinheit. Wörtlich heißt es in der Ankündigung: „Das Chromebook 11 wurde speziell für die Anforderungen von Schulen und US-Verwaltungsbezirke konzipiert, die erschwingliche und doch alle Aspekte abdeckende Computing-Initiativen mit einem Gerät für jeden Schüler starten wollen.“

Dell-Logo

Update 12. Dezember: Mit einem Tag Verspätung hat Dell einige technische Daten und einen ungefähren Preis von „unter 300 Dollar“ genannt. Es wird mit einem Intel-Prozessor Celeron 2955U und nur 16 GByte Storage in Form einer SSD kommen. Das RAM kann je nach Konfiguration 2 oder 4 GByte groß ausfallen. Der Bildschirm misst 11,6 Zoll in der Diagonale; Dell verspricht bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit. Ab Januar soll das Dell Chromebook 11 zum Kauf angeboten werden.

Der PC-Konzern folgt seinem Konkurrenten Hewlett-Packard einen Schritt weit, indem er jetzt ebenfalls auf Googles linuxbasiertes Browser-Betriebssystem setzt. Besonders ironisch daran: Auch HP hat ein Modell mit der Bezeichnung Chromebook 11 im Angebot.

In den kommenden Monaten sollen weitere Chromebooks von Dell folgen, darunter auch solche, die sich an Geschäftsanwender richten – neben Modellen von Notebooks.

Die in diesem Herbst präsentierte Chromebook-Generation setzt überwiegend auf speziell dafür konzipierte Celeron- und Pentium-Chips von Intel mit Aspekten der Haswell-Architektur, die für lange Laufzeiten sorgen sollen. Es handelt sich aber nicht um Core-Prozessoren, wie sie sich in Standard-Haswell-Notebooks (egal ob Windows oder Mac OS) finden. Daneben sind weiter auch Modelle mit ARM-Prozessoren erhältlich, etwa das HP Chromebook 11, das sich zudem wie ein Handy über USB laden lässt. Allerdings gibt es Probleme mit dem beiliegenden Netzteil, das überhitzen kann.

Erst letzten Monat hatte Acer zudem ein erstes Chromebook vorgestellt, das einen berührungsempfindlichen Bildschirm mitbringt und dennoch in der für Chromebooks typischen Preisregion um 300 Dollar beziehungsweise Euro bleibt. Das C720P entspricht ansonsten dem Modell C720 ohne Touchscreen, das in den USA 200 Dollar kostet. Die Laufzeit reduziert sich aufgrund des Touchscreens allerdings von 8,5 auf 7,5 Stunden – jeweils laut Hersteller.

Hewlett-Packard sieht Chrome OS als Ergänzung zu den von ihm ebenfalls auf PCs eingesetzten Betriebssystemen Android und Ubuntu. Fürs Weihnachtsgeschäft rückte CEO Meg Whitman aber ein Stück zurück in Richtung Wintel-Allianz, als sie ankündigte, das Unternehmen werde auf Hybridgeräte mit Windows 8.1 setzen. Für Dell hat sich Ubuntu ebenfalls schon als Option erwiesen, einen PC mit Android gab es in seiner Geschichte aber noch nicht – im Gegensatz freilich zu den Tablets der Streak-Reihe.

[mit Material von Dan Ackerman, News.com]

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