Microsoft startet Geld-zurück-Aktion für Käufer gefälschter Windows-Kopien

Sie erhalten beim Kauf einer neuen Original-Version bis zu 25 Euro. Dazu müssen sie unter anderem Kopien der Kassenbelege einreichen. Offenbar beabsichtigt Microsoft mit der bis zum 28. Februar laufenden Aktion, schwarze Schafe unter den Händlern zu ermitteln.

Microsoft hat eine Cashback-Aktion für Käufer gefälschter oder lizenzrechtlich bedenklicher Windows-Versionen gestartet. Wer glaubt, solch eine Kopie erworben zu haben, bekommt beim Neukauf bestimmter Originalversionen des Betriebssystems bis zu 25 Euro erstattet. Dadurch will der Softwarekonzern Nutzer zum Umstieg auf eine Originalausgabe von Windows 7 oder Windows 8.1 bewegen. Die Aktion gilt für alle nach dem 1. Dezember 2012 gekauften, verdächtigen Windows-Versionen und läuft bis zum 28. Februar 2014.

Windows

Die vollen 25 Euro gibt es beim Umstieg von einer nicht Microsofts Vorstellungen entsprechenden Kopie von Windows 8.1 Pro, Windows 7 Professional und Windows 7 Ultimate. Nutzer von Windows 8.1 und Windows 7 Home Premium erhalten für den Umtausch 20 Euro.

Die Aktion begründet Microsoft damit, dass auf dem deutschen Markt vermehrt Softwarefälschungen, insbesonders von Windows-7-Versionen, in Umlauf seien. Den genauen Ablauf des Betriebssystem-Umtauschs beschreibt der Konzern auf der Aktionswebseite. Dort bietet er auch Informationen, wie Kunden Original und Fälschung auseinanderhalten können.

Da Microsoft dort auch viel Wert auf die jeweilige Verpackung legt, scheint naheliegend, dass es damit ebenso den legalen, aber unerwünschten Handel mit OEM-Versionen eindämmen möchte. Ein weiteres Indiz dafür ist die Aussage, dass „ein deutlicher Hinweis für eine zweifelhafte Windows-Version ein sehr niedriger Preis ist“.

Für den Konzern bieten sich im Rahmen der Aktion zudem zahlreiche Anhaltspunkte, um seine Händlerschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn Kunden, die sich den Erstattungsbetrag sichern wollen, müssen neben Address- und Bankdaten sowie den Produktdaten auch eine Kopie der Kaufbelege für die verdächtige und die originale Windows-Version vorlegen. Die Bestandteile der alten Software sind zudem an den Konzern zu schicken, was kostenlos erledigt werden kann.

Etwas verwirrend ist die Formulierung auf der Aktionswebsite: „Sollten Sie der Meinung sein, eine Fälschung oder lizenzrechtlich bedenkliche Windows-7-Version gekauft zu haben, so können Sie hier Ihre Software auf Echtheit überprüfen. Zusätzlich erhalten Sie beim Neukauf einer original Windows-7- oder 8.1-Version ein Cashback von bis zu 25 Euro.“

Weder dort noch an anderer Stelle wird verlangt, dass es sich tatsächlich um eine gefälschte Software handelt – lediglich der Verdacht sollte beim Käufer bestehen. Offenbar kann also, wer sich dumm stellt, die neue Software auch dann günstiger bekommen, wenn die zuvor genutzte legal erworben wurde. Allerdings ist das Risiko für den Konzern durch die Einschränkungen beim Kaufdatum gering. Ärgerlich werden könnte die ganze Aktion allerdings für so angeschwärzte Händler: Ihnen stehen möglicherweise auch dann Überprüfungen ins Haus, wenn sie sich keines Vergehens schuldig gemacht haben.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

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Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, Windows

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Microsoft startet Geld-zurück-Aktion für Käufer gefälschter Windows-Kopien

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  • Am 9. Dezember 2013 um 20:44 von Holm

    Ich glaube ich habe so eine Fälschung erwischt. Lenovo hat mit zu meinem neuen Win7 Notebook noch einen DVD Satz mit einem Win8 mitgegeben. Da sind aber nur so hässliche Vierecke zu sehen und das lässt sich schlechter bedienen wie Win3.11 aber ohne Maus. Oder habe ich da was falsch verstanden??? Fragen über Fragen.

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