HP übernimmt Hosting von US-Krankenversicherungssite Healthcare.gov

Das wurde angeblich schon im Frühjahr entschieden. Die von Fehlern und Ausfällen geplagte Site zur Reform des Gesundheitssystems hostete bisher die Verizon-Tochter Terremark für 55 Millionen Dollar. Aufgrund mangelhafter Programmierung soll es kein Offsite-Backup gegeben haben.

Die Website zu Barack Obamas umstrittener Reform des US-Gesundheitssystems wechselt zu einem neuen Hostingpartner. Dem Wall Street Journal zufolge wird das Gesundheitsministerium den auslaufenden Vertrag mit der Verizon-Tochter Terremark nicht verlängern, sondern stattdessen Hewlett-Packard übergeben.

Logo von Hewlett-Packard

Healthcare.gov soll eigentlich Versicherten den Wechsel der Krankenversicherung beziehungsweise Eintritt ins neue Gesundheitssystem und den Versicherern einen Daten-Austausch erleichtern. Seit seinem Start am 1. Oktober 2013 ist das Online-System von Fehlern geplagt. Obama musste Interessenten sogar darum bitten, einstweilen stattdessen die Telefon-Hotline zu nutzen.

Dem WSJ zufolge läuft die Site in einem einzelnen Rechenzentrum von Verizon/Terremark. Ein Backup gebe es nicht. Daran trage aber nicht der Dienstleister schuld, sondern das Gesundheitsministerium. Seine Web-Applikation sehe zwar eine Absicherung gegen Anwendungsfehler vor, nicht aber eine Replikation der Daten in einem zweiten Rechenzentrum. Ob dies im Zusammenhang mit den bisherigen Ausfällen des Angebots steht, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Einen zusätzlichen Vertrag über eine Disaster Recovery im Schadensfall mit einem Volumen von 4 Millionen US-Dollar habe man erst kürzlich geschlossen, heißt es – und zwar mit Hewlett-Packard, das jetzt weitere Aufgaben übernehmen soll. Es hat den Zuschlag fürs Hosting, wie erst jetzt öffentlich gemacht wird, angeblich schon im Rahmen einer Ausschreibung im Frühjahr bekommen.

Der Vertrag mit Terremark läuft seit 2011. Das Ministerium hat bisher 55,4 Millionen US-Dollar gezahlt, darunter gerade im November einen Aufschlag von 9,4 Millionen Dollar wegen zusätzlich benötigter Kapazitäten. Zusammengearbeitet hätten die beiden Parteien aber schon 2010, als diverse Gesundheitsdienste auf eine Plattform von Terremark gebracht wurden, schreibt die Wirtschaftszeitung.

[mit Material von Larry Seltzer, ZDNet.com]

Themenseiten: Hewlett-Packard, Internet, Medizin, Server, Verizon

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