Kaspersky warnt vor Banking-Trojaner „Neverquest“

Der Schädling spioniert Zugangsdaten für Online-Banking-Konten oder Bezahldienste aus und kann sich selbständig weiterverbreiten. Mit ihm stehlen Cyberkriminelle Geld von den Konten ihrer Opfer oder spekulieren mit deren Accounts sogar an der Börse.

Kaspersky weist auf einen neuen Banking-Trojaner hin, der weltweit bereits tausende Computer infiziert hat. Der „Neverquest“ genannte Schädling (Trojan-Banker.Win32/64Neverquest) kann sich selbst replizieren und beherrscht verschiedene Tricks, um Sicherheitssysteme beim Online-Banking zu umgehen – etwa Web Injection, Systemzugang per Fernzugriff oder Social Engineering.

online-kreditkarte

Erste Versionen von Neverquest sind laut Kaspersky schon seit Juli auf dem Schwarzmarkt im Umlauf. Der Trojaner stiehlt für Online-Banking verwendete Nutzernamen und Passwörter sowie Daten, die von Anwendern auf manipulierten Banking-Webseiten eingegeben werden.

Über spezielle Skripte für Internet Explorer und Firefox stellt der Schädling eine Verbindung zu den Steuerungsservern der Cyberkriminellen her. Das geschieht, sobald eine von 28 aufgelisteten Webseiten großer internationaler Banken oder Bezahldienste aufgerufen werden. Unter ihnen befinden sich auch Geldinstitute aus Deutschland.

Den Trojaner-Autoren ist es möglich, diese Zielliste im Nachhinein zu aktualisieren und den Code auf neuen Webseiten zu platzieren. Hauptziel von Neverquest ist laut Kaspersky bisher eine Plattform für die Verwaltung von Investmentfonds. Erlangen sie Zugriff auf ein Benutzerkonto eines Online-Banking-Systems, transferieren die Cyberkriminellen mittels der gestohlenen Zugangsdaten Geld auf ihr Konto oder spekulieren mit den Accounts und dem Geld ihrer Opfer sogar an der Börse.

„Nachdem mehrere Fälle von Cyberkriminalität erfolgreich aufgeklärt wurden, die mit der Entwicklung und Verbreitung von Schadprogrammen für den Diebstahl von Bankdaten auf Webseiten genutzt wurden, gab es ein Vakuum auf dem Schwarzmarkt. Cyberkriminelle versuchten dieses Vakuum mit neuen Technologien und Ideen zu füllen“, erklärt Sergey Golovanov, Principal Security Researcher bei Kaspersky Lab. „‚Neverquest‘ ist nur einer von mehreren Schädlingen, der den Banking-Trojanern Zeus und Carberp die führende Position streitig machen möchten.“

Nutzer können sich mit einer Sicherheitssoftware schützen, die über zusätzliche Funktionen für einen sicheren Zahlungsverkehr verfügen. Natürlich bietet auch Kaspersky selbst mit Internet Security 2014 solch eine Lösung an.

Die Verbreitungswege von Neverquest (Grafik: Kaspersky)Die Verbreitungswege von Neverquest (Grafik: Kaspersky)

Tipp: Wie sicher sind Sie bei der Sicherheit? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Themenseiten: Cybercrime, Kaspersky

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1 Kommentar zu Kaspersky warnt vor Banking-Trojaner „Neverquest“

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  • Am 27. November 2013 um 22:47 von Minderleister

    Graffitibeseitungsfirmen bieten oft auch Farb- Spraydosen zu günstigen
    Preisen an.

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