Wegen Bitcoin-Kursanstieg: Ransomware senkt Preise

Cryptolocker verlangte seit September 2 Bitcoin für die Herausgabe verschlüsselter Anwenderdaten. Im November sank der Preis auf 1 Bitcoin. Jetzt wurde die erste Variante entdeckt, die sich mit 0,5 Bitcoin zufriedengibt.

Nach einem Anstieg des Werts der virtuellen Währung Bitcoin auf zeitweise über 900 Dollar haben Erpresser ihre Preise gesenkt. Die Ransomware Cryptolocker fordert jetzt nur noch eine Bitcoin statt früher zwei, um auf dem Rechner des Opfers gekidnappte und verschlüsselte Daten wieder herauszugeben. F-Secure hat aber auch schon eine Variante gesichtet, die sich mit 0,5 Bitcoin zufriedengibt.

Cryptolocker gibt sich neuerdings mit 0,5 Bitcoin zufrieden (Screenshot: F-Secure).Cryptolocker gibt sich neuerdings mit 0,5 Bitcoin zufrieden (Screenshot: F-Secure).

Cryptolocker ist eine besonders bösartige Ransomware. Sie nutzt eine Kombination der Verschlüsselungsalgorithmen RSA und AES, um die Dateien des Opfers dessen Zugriff zu entziehen. Anschließend haben die Betroffenen drei Tage Zeit, um das geforderte Lösegeld zu bezahlen.

Das Erpresserprogramm akzeptiert eine Reihe von Zahlweisen, darunter Gutscheine für MoneyPak, UKash, CashU und eben auch Bitcoins. Bisher hatte das Lösegeld je rund 300 Dollar oder 250 Euro Gegenwert betragen. So viel waren im September auch zwei Bitcoins ungefähr wert. Aber schon Anfang dieses Monats hatte sich der Wert auf etwa 300 Dollar verdoppelt, diese Woche stieg er sogar auf bis zu 900 Dollar, um dann wieder auf etwa 700 Dollar zurückzugehen.

Offenbar mussten die Kriminellen feststellen, dass kaum ein Anwender bereit war, 1400 Dollar zu zahlen, um seine Daten zurückzubekommen. Mit den Preissenkungen bis auf 0,5 Bitcoin haben sie sich wieder dem ursprünglichen Niveau von rund 300 Dollar angenähert. Die Malware ist in Großbritannien besonders verbreitet und soll dort mehr als zehn Millionen Infektionen verursacht haben. Neben der britischen National Crime Agency haben aber auch das FBI und Microsoft offizielle Warnungen herausgegeben.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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