Telekom stärkt Geschäftskunden-Segment durch Kauf von GTS Central Europe

Für den osteuropäischen Telekommunikationsdienstleister zahlt der Bonner Konzern 546 Millionen Euro. Dadurch erhält er Zugriff auf dessen Festnetz-Infrastruktur, beispielsweise in Polen und Tschechien. Die Übernahme erfordert noch die Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden.

Die Deutsche Telekom hat den osteuropäischen Telekommunikationsdienstleister GTS Central Europe übernommen. Der Kaufpreis beträgt 546 Millionen Euro. Wie der Bonner Konzern mitteilt, verspricht er sich von der Akquisition eine Stärkung seiner Position im Geschäftskundensegment.

GTS-Logo

„Wir investieren gegen den Trend. GTS ist ein weiteres Element, zum Ausbau unserer integrierten Marktposition mit Mobilfunk und Festnetzdiensten. Unsere Position bei Geschäftskunden zu stärken, ist ein Schwerpunkt unserer Strategie“, sagte Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom.

„Die Übernahme verbessert unsere Möglichkeiten, innovative und europaweit grenzübergreifende Telekommunikationsdienste anzubieten“, ergänzte Claudia Nemat, Telekom-Vorstand für Europa und Technik. „Unsere Landesgesellschaften in Polen und in der Tschechischen Republik, die bisher hauptsächlich im Mobilfunkgeschäft tätig waren, profitieren am meisten von der zusätzlichen Festnetz-Infrastruktur. Deshalb ist GTS eine ideale Ergänzung unseres Portfolios.“

GTS ist der Telekom zufolge einer der führenden infrastrukturbasierten Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Zentral- und Osteuropa. Das Unternehmen verfüge über weitreichende Netzinfrastruktur und mehrere Rechenzentren in der Region sowie ein starkes Serviceportfolio für Geschäftskunden. Nach eigenen Angaben erzielte die Gruppe 2012 einen Umsatz von 347 Millionen Euro und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 87 Millionen Euro – jeweils bereinigt um die Zahlen des slowakischen Geschäfts, das im Rahmen der Transaktion nicht an die Telekom übergeht.

Verkäufer ist ein Konsortium internationaler Private-Equity-Firmen, darunter Columbia Capital, HarbourVest Partners, Innova Capital und M/C Partners. Die Telekom garantiert allen Bestandskunden der GTS-Gruppe „volle Geschäftskontinuität“. Zudem sollen sie sowie Neukunden von den europäischen und weltweiten Netzen des Konzerns, Zugang zu seinen Festnetz- und Mobilfunkdiensten sowie seiner finanziellen Stärke profitieren. GTS-Chef Danny Bottoms bezeichnete die Telekom als „idealen Partner für GTS“.

Die Übernahme unterliegt den üblichen Regulierungsbedingungen und erfordert noch die Zustimmung der zuständigen Behörden. Wann sie abgeschlossen sein soll, ließen die beteiligten Unternehmen offen.

Die GTS-Gruppe ist als Telekommunikationsdienstleister in Zentral- und Osteuropa aktiv (Bild: GTS).Die GTS-Gruppe ist als Telekommunikationsdienstleister in Zentral- und Osteuropa aktiv (Bild: GTS).

Themenseiten: Deutsche Telekom, Telekommunikation, Übernahmen

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