Andreessen Horowitz verkauft ein Drittel seiner Facebook-Aktien

Für die 2,3 Millionen Anteile kassiert der Wagniskapitalgeber zwischen 49,22 und 50,07 Dollar pro Stück. Seine persönliche Beteiligung an dem Social Network hatte Marc Andreessen schon vor einem Jahr veräußert. Ähnlich verfuhr Facebooks erster Investor, Peter Thiel.

Die Investmentfirma Andreessen Horowitz hat ein Drittel ihrer Facebook-Aktien verkauft. Die 2,3 Millionen Anteile hatten einen Wert zwischen 49,22 und 50,07 Dollar je Aktie, wie aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht Securities and Echange Commission (SEC) hervorgeht. Damit hält der 2009 von Marc Andreessen und Ben Horowitz gegründete Wagniskapitalgeber noch 4,6 Millionen Anteile an dem Social Network.

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Schon im November 2012 wurde Andreessen Horowitz‘ Vertrauen in Facebook in Frage gestellt, als Marc Andreessen seinen persönlichen Anteil an dem Social Network verkaufte. Er hatte die Aktien für seinen Posten im Aufsichtsrat von Facebook erhalten. Damals erklärte Andreessen Horowitz gegenüber TechCrunch, der Verkauf der Anteile erfolge ausschließlich, um Steuerschulden zu begleichen. Man glaube weiter an den langfristigen Wert des Social Network.

Auch Angel Investor Peter Thiel hatte im August 2012 kurz nach Ablauf einer Verkaufssperre für Insider, die vor dem eigentlichen Börsengang Anteile erhalten hatten, 20 Millionen Facebook-Aktien im Wert von rund 400 Millionen Dollar abgestoßen. Pro Anteilsschein erhielt er zwischen 19,27 und 20,69 Dollar – und damit nur halb so viel, wie das Papier zum IPO im Mai 2012 wert war. Thiel war 2004 der erste externe Geldgeber des Social Network gewesen.

Facebook ist nicht das einzige Investment, an dem sowohl Thiel als auch Andreessen gemeinsam beteiligt sind. Im August 2012 debattierten die Investoren bereits über den Erfolg von Twitter, wobei Thiel mit der Aussage überraschte, dass Twitter die New York Times überleben werde.

Thiels Vertrauen in Twitter und der offensichtliche Verlust desselben in Facebook scheint angesichts des jeweiligen Erfolgs beider Unternehmen beim Börsengang gerechtfertigt zu sein. Facebooks IPO wurde von mehreren Faktoren, etwa technischen Problemen bei der Nasdaq, negativ beeinflusst, was zu einem fast unverzüglichen Kursverlust führte. Twitter hingegen legte vergangene Woche einen sehr erfolgreichen Start hin: Es beendete den ersten Handelstag am New York Stock Exchange mit einem Kursanstieg von knapp 73 Prozent bei 44,90 Dollar. Der Ausgabepreis hatte 26 Dollar betragen. Inzwischen hat sich der Kurs bei 41 Dollar eingependelt. Die Facebook-Aktie notiert derzeit bei gut 47 Dollar.

[mit Material von Michael Lee, ZDNet.com]

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Themenseiten: Andreessen Horowitz, Börse, Facebook, Soziale Netze

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