Michael Dell: Der PC wird noch lange leben

"Die Leute kaufen noch immer PCs", sagt der Dell-CEO. Obwohl er Windows RT als Fehler sieht und Windows 8 zögerlich angenommen wird, plant er eine breite Produktpalette mit Microsofts Betriebssystem. Dell will stark in Client-Geräte von Notebooks bis Tablets investieren - mit ihnen aber auch Android und Ubuntu unterstützen.

Dell will sich auch nach seinem Börsenrückzug nicht vom PC abwenden. Der Hersteller plant vielmehr, stark in Client-Geräte von Notebooks bis Tablets investieren, wie Michael Dell im Gespräch mit TechWeekEurope versicherte. Der Firmengründer und CEO war nach Paris zum Dell Technology Camp 2013 gekommen und auch selbst als Überraschungsgast auf die Bühne erschienen.

Michael Dell (Bild: Dell)Michael Dell (Bild: Dell)

Windows RT sei zwar ein Fehler gewesen, und auch Windows 8 wurde nicht eben begeistert aufgenommen, räumte er ein. Das werde sein Unternehmen aber nicht davon abhalten, eine umfangreiche Produktpalette für Microsofts Betriebssystem zu schaffen. Dell zufolge scheint das vor Kurzem freigegebene Windows 8.1 viele der bemängelten Probleme behoben zu haben. „Die Leute kaufen noch immer PCs“, sagte der Dell-Chef.

„Wir konzentrieren uns in erster Linie auf den gewerblichen Bereich, und was hier gerade tatsächlich abläuft, das ist der Umstieg von Windows XP auf Windows 7“, fügte er hinzu. „Wir glauben, dass Windows RT ein Fehler war und haben Windows RT hinter uns gelassen. Wir sehen keine breite Annahme von Windows 8, aber es gab keinen Windows-Zyklus während der letzten 20 Jahre, bei dem Organisationen sofort eingestiegen sind. Wir sind also da, wo wir sein sollten.“

Dell betonte gegenüber TechWeekEurope, dass das Unternehmen auch an Geräten arbeitet, die eine Reihe anderer Betriebssysteme unterstützen – darunter Android und Ubuntu. Er äußerte sich außerdem über das Leben nach dem Börsenrückzug, der einer langen Auseinandersetzung mit dem aggressiven Investor Carl Icahn folgt. Ein wesentlicher Grund für den Rückzug von der Börse sei gewesen, ohne den ständigen Druck durch Aktionäre wieder langfristig denken und planen zu können.

„In den USA gibt es eine beschwerliche Neigung zu kurzfristigem Denken“, sagte Dell. „Wir halten für wichtig, was in drei, fünf und zehn Jahren ist.“ Er stellte fünf Bereiche heraus, in denen das Unternehmen erheblich investieren will: durchgängige Lösungen, aufstrebende Märkte, Umsatzwachstum, Client-Geräte sowie interne Systeme, die das Abwickeln von Geschäften mit Dell erleichtern sollen.

[mit Material von Tom Brewster, TechWeekEurope.co.uk]

Themenseiten: Betriebssysteme, Business, Dell, IT-Business, Übernahmen

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