Samsung investiert weltweit am meisten in Forschung und Entwicklung

Der Spitzenreiter im IT-Bereich muss sich branchenübergreifend nur Volkswagen geschlagen geben. Apple und Google finden sich in dem Ranking von Booz & Company lediglich auf Rang 43 beziehungsweise fünf. Dennoch gelten sie als die innovativsten Unternehmen.

Von allen IT-Unternehmen weltweit gibt Samsung am meisten Geld für Forschung und Entwicklung (F&E) aus. Das ist das Ergebnis der Studie „Global Innovation 1000“, die die internationale Strategieberatung Booz & Company heute veröffentlicht hat.

Zu den 20 Unternehmen mit den weltweit höchsten Forschungsbudgets gehören neben Samsung auch Intel, Microsoft, Google, IBM, Nokia, Panasonic und Sony (Grafik: Booz & Company).Zu den 20 Unternehmen mit den weltweit höchsten Forschungsbudgets gehören neben Samsung auch Intel, Microsoft, Google, IBM, Nokia, Panasonic und Sony (Grafik: Booz & Company).

In einer im Rahmen der Studie durchgeführten Befragung unter knapp 400 internationalen Führungskräften aus den forschungsintensivsten Branchen nach den zehn innovativsten Unternehmen belegen wie in den vergangenen vier Jahren jedoch Apple und Google die beiden Spitzenplätze. Immerhin hat sich Samsung hier auf den dritten Platz verbessert und damit den US-Mischkonzern 3M verdrängt.

Insgesamt liegen in dem Ranking von Booz & Company Firmen aus der Automobil-, Pharma- und IT-Branche auf den vorderen Plätzen. Branchenübergreifend rangiert Volkswagen mit F&E-Ausgaben in Höhe von 11,4 Milliarden Dollar auf Platz eins, dahinter folgen Samsung mit 10,4 Milliarden und der Schweizer Pharmakonzern Roche mit 10,2 Milliarden Dollar. Als weitere IT-Unternehmen belegen Intel (10,1 Milliarden), Microsoft (9,8 Milliarden) und Google (6,8 Milliarden) die Positionen vier, fünf und 13. Apple hat sich mit 3,4 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr um zehn Plätze verbessert, findet sich aber dennoch nur auf Rang 43 wieder.

IBM, das alljährlich zu den Firmen gehört, die die meisten Patente anmelden, scheint effektiv zu arbeiten: Es erreicht den Spitzenplatz bei den Patentanmeldungen mit einem Aufwand von 6,3 Milliarden Dollar (Rang 16). Aus der IT schaffen es zudem Nokia und Panasonic (jeweils 6,1 Milliarden) sowie Sony (5,7 Milliarden) unter die 20 Firmen mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung weltweit.

Deutschlands größtes IT-Unternehmen, die SAP AG, investiert in diesen Bereich jährlich 2,9 Milliarden Dollar. Damit liegt sie weltweit auf Rang 49, in Deutschland hinter Volkswagen, Daimler, Siemens, BMW und Bayer auf Rang sechs.

Im Länderranking verteidigt Deutschland seinen Titel als Innovations-Europameister – was es vor allem der Automobilindustrie zu verdanken hat. Aber auch andere Branchen haben in Deutschland die Notwendigkeit erkannt, intensiver zu forschen: Während die Innovationsbudgets der 1000 forschungsintensivsten Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit um 5,8 Prozent anwuchsen, stockten deutsche Firmen sie im Durchschnitt um 11,9 Prozent auf. Allerdings entfallen mehr als 20 Prozent der Investitionen der untersuchten deutschen Unternehmen auf den Volkswagen-Konzern. Rechnet man Daimler und BMW dazu, vereinen sie mit 23,1 Milliarden Dollar nahezu die Hälfte (47 Prozent) des untersuchten deutschen Innovationsbudgets auf sich.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Themenseiten: Apple, Forschung, Google, IBM, Intel, Microsoft, Samsung, Studie

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Samsung investiert weltweit am meisten in Forschung und Entwicklung

Kommentar hinzufügen
  • Am 23. Oktober 2013 um 8:58 von PeerH

    Das ist doch offensichtlich falsch, sowohl in der Schlagzeile, als auch im Text. Die Grafik zeigt doch, dass VW der Spitzenreiter ist.

    Samsung mag zwar unter den IT Unternehmen am meisten investieren, aber ist eben nicht insgesamt an der Spitze.

    Ich könnte ja nun auch gehässig anmerken, dass viel (Samsung) nicht gut (Apple, Google) bedeutet, aber Samsung ist ja nicht nur ein IT Unternehmen, sondern stellt von Waschmaschinen über Unterhaltungselektronik und Computer bis zu Kriegstechnik alles her. Da müssen die mehr investieren.

    Wenngleich es dann dennoch erstaunlich ist, warum sie es nötig haben Dyson Staubsauger zu plagiieren. Vielleicht eben doch: viel ist nicht gleich gut. ;-)

    • Am 23. Oktober 2013 um 10:04 von Björn Greif

      Zugegeben, in der Überschrift haben wir uns aus Platzgründen und als IT-Website erlaubt, die Einschränkung auf den IT-Bereich wegzulassen. Sowohl im Vorspann als auch im ersten Satz der Meldung heißt es aber ausdrücklich, dass Samsung nur Spitzenreiter der IT-Unternehmen ist. Was ist also bitte im Text falsch?

    • Am 23. Oktober 2013 um 10:54 von Trigant

      Ich wage es ja zu bezweifeln, dass diese Datenerhebung sinngemäß ist. Immerhin findet sich in dieser Liste kein einziges Rüstungsunternehmen. Diese Konzerne geben weit mehr Forschungsgelder aus, als jedes oben aufgeführte Unternehmen!

  • Am 23. Oktober 2013 um 9:00 von PeerH

    Oops, im Text steht nun ‚IT-Unternehmen‘? Schnell korrigiert, oder hatte ich Tomaten aufc den Augen? ;-)

    Die Titelzeile stimmt dennoch nicht.

    • Am 23. Oktober 2013 um 10:06 von Björn Greif

      Das waren dann wohl eher Tomaten…;-) Zum Titel siehe oben.

  • Am 24. Oktober 2013 um 10:44 von hoppala

    PeerH du hattest „tomaten auf den augen“
    dass ein PeerH zum schnellschießen neigt ist ja auch hinlänglich bekannt, wenn er samsung liest. dass dann viele schüsse daneben gehen, is ja nur eine logische folge daraus.

    interessant wäre aber mal ne statistik, die zeigt, wie hoch der anteil an steuergeldern an den forschungsinvestitionen ist. ein konzern wie bmw macht mrd-gewinne und „erbettelt“ sich beim staat fördergelder. bauen einen i3 und überweisen der cdu großzügige „spenden“, in derselben woche, in der die merkel schärfere eu-abgasnormen blockiert hat. :D
    gelder für kita-plätze gibts nicht. aber das führt zu weit :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *