Wenige Käufer beim nächtlichen Verkaufsstart des Microsoft Surface 2

Insgesamt zehn US-Stores öffneten. Gegen Mitternacht bildete sich in San Francisco eine kleine Warteschlange. Eine halbe Stunde später war sie schon wieder leer. Die meisten Besucher sagten immerhin, sie würden ein Surface 2 kaufen, wenn sie das Geld dafür hätten.

Microsoft hat heute Nacht in zehn US-Ladengeschäften mit dem Verkauf des Surface 2 begonnen. Beobachtern vor Ort zufolge feierten zwar die Microsoft-Mitarbeiter, und die nächtliche Party zog auch einige Besucher an – nur kaufen wollte das neue Microsoft-Tablet kaum jemand.

Microsoft-Store im Westfield Centre, San Francisco (Bild: News.com)Microsoft-Store im Westfield Centre, San Francisco (Bild: News.com)

Im Westfield Centre von San Francisco lagen auf Tischen serienweise Surface-2-Geräte aus, die elf Microsoft-Angestellte gerne vorführten und erläuterten. Microsoft versuchte auch, durch eine Bildschirmwand mit Promo-Videos und laute Musik zu überzeugen. Zur Store-Öffnung gegen 22 Uhr Ortszeit hatten sich etwa 50 Menschen eingefunden. Mehrere erklärten aber auf Nachfrage, sie seien von befreundeten Ladenmitarbeitern eingeladen worden. Fast alle Besucher sagten immerhin, sie seien große Microsoft-Fans und würden ein Surface 2 kaufen, wenn sie nur das Geld dafür hätten.

Auch ein privat gekommener Google-Mitarbeiter gab das Statement ab, er sei aus Begeisterung für Microsofts Produkte da. Allerdings gelte sein Interesse nicht direkt Tablets, denn von dieser Produktkategorie sei er bisher nicht so recht überzeugt. Zu Microsoft-Fans erklärten sich zudem drei mit hautengen Anzügen offenbar als Ninjas verkleidete Anwesende. Dass sie sich ausgerechnet im Microsoft-Store einfanden, hatte aber einen anderen Grund: „Kein anderer Laden hat uns reingelassen.“

Als Stargast präsentierte Microsoft Roger Craig, einen American-Football-Spieler der San Francisco 49ers, dessen Glanzzeit die Achtzigerjahre waren. Besucher konnten außerdem bei einem auf Surface-Tablets ausgetragenen Memory-Wettbewerb ein Ticket für ein Konzert von Pitbull in Florida gewinnen. Beides stieß auf nicht allzu großes Interesse.

Eine kleine Warteschlange, die sich gegen Mitternacht gebildet hatte, war eine halbe Stunde nach Verkaufsbeginn wieder leer. Eine weitere halbe Stunde später befanden sich noch etwa 20 Personen im Store.

Vor 14 Tagen hatte Microsoft gemeldet, die für Vorbestellungen verfügbaren Lagermengen seiner neuen Tablets Surface 2 und Surface Pro 2 seien fast vollständig an den Handel ausgeliefert, ohne allerdings absolute Zahlen zu nennen. Zubehörartikel wie das Touch Cover 2 könnten bereits nicht mehr vorbestellt werden. Dies sollte Interessenten offensichtlich dazu ermuntern, frühzeitig ein Exemplar vorzubestellen.

[mit Material von Nick Statt, News.com]

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8 Kommentare zu Wenige Käufer beim nächtlichen Verkaufsstart des Microsoft Surface 2

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  • Am 22. Oktober 2013 um 18:19 von PrimeDev

    Und die Essenz dieser Geschichte:
    Nur die Apfelzombies sind so bescheuert sich 2 Tage vor dem Verkaufsstart vor dem Apfel… ach sagen wir doch gleich Saftladen hinzustellen, obwohl es das Gerät am Verkaufstag auch woanders zu kaufen gibt.

    Oder wird der Wert bzw. die Qualität eines Produkts neuerdings an der Länge der Schlange vor dem Store gemessen?

  • Am 22. Oktober 2013 um 23:36 von komandant

    Nein der Wert wird nicht an der Schlange gemessen. Der Wert deines Artikels wird aber hoffentlich auch nicht an deiner Wortwahl gemessen oder? unausgereift+wenig dritthersteller+mäßige Verarbeitung+falsches Marketing= ergibt Surface. Von Anfang an unausgereift mit schwachen emotionen vermarktet. Spotify, Dropbox, teilweise Facebook und Chrome bis heute nicht kompatibel. Das hat apple einfach besser drauf, darum sind auch die Produkte begehrter. Vielleicht wird das Surface ja doch irgendwann seine Liebhaber finden nach dem Flop den Microsoft knapp 1 Milliarde Dollar kostete….

    • Am 23. Oktober 2013 um 1:28 von Judas Ischias

      Deswegen muss man sich trotzdem nicht Tage vorher anstellen, so toll sind die Geräte dann doch nicht, beim ersten iPhone ja noch in Ordnung, beim 2. grenzwertig, danach nur nur überflüssig, weil nicht lebenswichtig.

    • Am 24. Oktober 2013 um 8:47 von vom Surface

      Sorry, Dropbox gibt es genauso als App wie in anderen Stores und genau so viele App unterstützen Dropbox. Facebook Apps gibt es reichlich und nun ja auch die offizielle App von Facebook direkt.

    • Am 25. Oktober 2013 um 12:19 von Repre

      Unausgereift? Mäßige Verarbeitung? da hatte wohl einer noch nie ein Surface Tab in der Hand…

  • Am 23. Oktober 2013 um 4:58 von PrimeZ

    Wundern tut das sicherlich nicht. Ist auch ziemlich unüberlegt, dass kurz vor der bevorstehenden Apple Präsentation zu machen, in der neue iPads vorgestellt werden.
    Mir erschliesst sich auch nicht der Sinn dieser Produkte, da sie zwischen einem herkömmlichen Notebook und einem Tablet angesiedelt- und damit weder Fisch noch Fleisch sind. Davon abgesehen, bieten sie weder einen besonders attraktiven Preis, noch besondere Hardware-innovation, die sie besonders von der Konkurrenz abheben würden. Und für viele ist die Software auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Seien wir doch ehrlich, Microsoft hat diesen Markttrend komplett verpennt und nun tun sie sich enorm schwer mit der Konkurrenz von Google und Apple aufzuschliessen. Man sieht doch schon wie verzweifelt MS ist, wenn sie sogar iPads in Kauf nehmen, beim Kauf eines ihrer Tablets.

  • Am 23. Oktober 2013 um 11:16 von Bernd Philippsen

    Das einzige Problem der surface- Reihe ist der zu hohe Preis.
    Ansosnsten sehen die Geräte besser aus als die Konkurrenz, und die
    pro-serie sind ernstzunehmende computer und keine Spielzeuge wie sonstige tablets.

  • Am 23. Oktober 2013 um 21:58 von Judas Ischias

    Das muss man mit den Augen von Microsoft sehen und irgendwie passt es sogar, jedes iPad was vom Markt verschwindet, ist ein Tablet mehr auf dem Markt von Microsoft. Ob die Käufer auf Dauer damit mehr Freude haben als mit den iPads, sei dahingestellt. Ich kann es mir jedenfalls nicht so recht vorstellen.

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