Indonesien löst China als Hauptquelle von Cyberangriffen ab

Aus dem Land stammten im zweiten Quartal 38 Prozent des weltweiten Angriff-Traffics. China folgt mit 33 Prozent. Die Zahl der registrierten DDoS-Attacken stieg gegenüber dem Vorquartal um 54 Prozent auf 318.

Indonesien hat China im zweiten Quartal 2013 als Ausgangsort des meisten durch Cyberattacken verursachten Datenaufkommens verdrängt. Laut Akamais jüngstem „The State of the Internet„-Bericht erhöhte sich der registrierte Angriff-Traffic aus Indonesien zwischen April und Juni um 17 Prozent. Mit einem Anteil von 38 Prozent am gesamten Cyberattacken-Traffic nimmt Indonesien nun den unrühmlichen Spitzenplatz vor China (33 Prozent) und den USA (6,9 Prozent) ein.

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Die Top Ten vervollständigen Taiwan (2,5 Prozent), Türkei (2,4 Prozent), Indien (2,0 Prozent), Russland (1,7 Prozent), Brasilien (1,4 Prozent), Rumänien (1,0 Prozent) und Südkorea (0,9 Prozent). Die zehn Länder zusammen waren Ausgangsort für 89 Prozent aller von Akamai beobachteten Cyberangriffe. Insgesamt registrierte das Unternehmen im zweiten Quartal Attacken aus 175 Ländern beziehungsweise Regionen, zwei weniger als im Vorquartal.

Akamai weist in seinem Bericht aber darauf hin, dass die eingesetzte Methodik lediglich „die Quellen-IP-Adresse einer beobachteten Attacke feststellt und keine Zuordnung zu einem Angreifer erlaubt“. Das bedeutet im Prinzip, dass sich der tatsächliche Angreifer nicht zwingend in dem Land aufhalten muss aus dem der Angriff-Traffic stammt.

Akamais Kunden meldeten im zweiten Quartal insgesamt 318 DDoS-Angriffe. Das sind 54 Prozent mehr als im Vorquartal. Am häufigsten betroffen waren Enterprise-Kunden.

Der vierteljährliche Bericht basiert auf der Auswertung von nahezu 700 Millionen IP-Adressen aus 240 Ländern weltweit, die eine Verbindung zur Akamai Intelligent Plattform hergestellt haben. Er gibt auch Auskunft über die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit, die demnach im zweiten Quartal weltweit um 5,2 Prozent auf 3,3 MBit/s gestiegen ist. Hier liegt Deutschland im europäischen Vergleich mit 7,3 MBit/s auf Platz 13. Führend ist die Schweiz mit 11 MBit/s vor den Niederlanden (10,1 MBit/s) sowie Belgien, Großbritannien und Schweden (je 8,4 MBit/s).

Bei den mobilen Internetverbindungen setzte sich ein russischer Mobilfunkanbieter mit einer durchschnittlichen Bandbreite von 9,7 MBit/s an die Spitze der europäischen Rangliste. Ein deutscher Provider belegt mit durchschnittlich 5,2 MBit/s den vierten Platz.

Der meiste Angriff-Traffic stammte im zweiten Quartal aus Indonesien (Grafik: Akamai).Der meiste Angriff-Traffic stammte im zweiten Quartal aus Indonesien (Grafik: Akamai).

[mit Material von Carrie Mihalcik, News.com]

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