Untersuchung: Motorola verbaut revolutionäres Display im Moto X

Es braucht nur rund 40 Prozent so viel Strom wie der Bildschirm des iPhone 5S. Auch die ständig aktive Spracherkennung geht nur wenig zu Lasten des Akkus. Dagegen kritisiert ABI Research den hohen Stromverbrauch von Apples Prozessor A7.

ABI Research hat das Motorola-Smartphone Moto X untersucht und einen exorbitant niedrigen Stromverbrauch des Displays festgestellt. In einigen Bereichen sei das Smartphone offenbar Apples Entwicklung deutlich voraus, heißt es in der Untersuchung.

Moto X (Bild: Motorola)

Das Display hat den Marktforschern zufolge die größte Effizienz alles Smartphone-Bildschirme. Der AMOLED-Screen nimmt demnach bei maximaler Helligkeit 92 und abgedunkelt 68 Milliampère (mA) auf. Beim iPhone 5S seien es dagegen 220 beziehungsweise 80 mA – rund 2,5-mal so viel. Dabei verfügt es über 20 Prozent weniger Pixel.

ABI-Vizepräsident Jim Mielke konstatiert: „Nach der Übernahme von Motorola durch Google haben wir jetzt das erste von Google beeinflusste Smartphone mit einigen beeindruckenden technischen Details vorliegen.“ Das Moto X sei vielleicht Vorreiter einer neuen Generation, bei der es nicht mehr nötig sein werde, ständig den Bildschirm abzuschalten, um Strom zu sparen.

Ebenfalls beeindruckend sei der geringe Stromverbrauch bei laufender Spracherkennung, sagte Mielke. „Funktionen wie eine stets eingeschaltete Spracherkennung würden normalerweise zu viel Strom erfordern, um praktisch zu sein, aber das Moto X schafft das mit 4,5 mA, sodass trotzdem 200 Stunden Standby-Zeit möglich sind.“

Nach Einschätzung von Mielke ist das Moto X weit innovativer als Apples iPhone 5S – zumal Motorola einen Fingerabdruckscanner wie jetzt im iPhone 5S vor einigen Jahren im Atrix HD 4G verbaut habe. „Die beiden Geräte veranschaulichen den Unterschied zwischen Innovation und solider Weiterentwicklung“, sagte der ABI-Forscher.

Und an Apples erstem 64-Bit-Prozessor, dem A7, kritisiert Mielke ebenfalls den Stromverbrauch: „Der A7 zieht 1100 mA bei Festkommaberechnungen und 520 mA bei Fließkommaberechnungen. Das iPhone 5 brauchte im gleichen Test noch 485 mA und 320 mA.“

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]

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Themenseiten: ABI Research, Apple, Displays, Google, Motorola, Prozessoren, Smartphone

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6 Kommentare zu Untersuchung: Motorola verbaut revolutionäres Display im Moto X

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  • Am 16. Oktober 2013 um 21:00 von Heini

    Was zählt ist am Ende, wie lange das Smartphone mit einer Akkuladung auskommt. Und da muss sich das Motorola noch beweisen. Auf dem Papier haben sie alle bestwerte. ;-)

  • Am 16. Oktober 2013 um 21:14 von Torben

    Kontrolliert eigentlich irgendwer eure Artikel? Teilweise Datenwirrwar…

    • Am 17. Oktober 2013 um 10:07 von Florian Kalenda

      Natürlich werden die Artikel gegengelesen. Fehler können trotzdem vorkommen, aber diese Daten scheinen mir einwandfrei. Geht’s etwas genauer?

  • Am 16. Oktober 2013 um 21:20 von Judas Ischias

    Ganz wichtig, nicht so eine abartige Farbverfälschung, wie bei Amoled muss es haben.

  • Am 17. Oktober 2013 um 9:03 von Salvator

    Sehr schöner Vergleich von Smartphones. Es gibt ja schließlich nur zwei Stück – irgendwas von Motorola und natürlich das iPhone.

  • Am 17. Oktober 2013 um 16:41 von iphonevintage

    Ich finde gerade diesen vintage style beim iPhone prickelnd. Veraltete Technik, Mikro Display und jetzt noch Stromverbrauch wie in den 70ern, da lege ich doch gerne 700 tacken auf die Theke des Herrn.

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