Blackberry wirbt mit offenem Brief um Vertrauen der Kunden

Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry wendet sich mit einem offenen Brief an seine Kunden und Geschäftspartner, um sie von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu überzeugen. Der Brief erscheint heute in 30 Zeitungen in neun Ländern, darunter der Washington Post und dem Wall Street Journal. Er wird außerdem auf der Website des Unternehmens veröffentlicht und direkt an Blackberrys Enterprise-Kunden übermittelt.

„Sie können weiterhin auf Blackberry zählen“, heißt es darin. „Dies ist zweifellos eine Zeit großer Herausforderungen für uns, und wir unterschätzen weder die Situation noch ignorieren wir die Probleme. Wir nehmen die schwierigen Veränderungen vor, um Blackberry zu stärken.“

CEO Thorsten Heins bei der Vorstellung von Blackberry 10 (Bild: CNET)CEO Thorsten Heins bei der Vorstellung von Blackberry 10 (Bild: CNET)

Für das letzte Fiskalquartal musste Blackberry einen Verlust von 965 Millionen Dollar ausweisen. Laut Reuters verhandelt der kanadische Hersteller mit Cisco, Google und SAP über einen möglichen Verkauf des gesamten Unternehmens oder von Teilen. An einer Übernahme interessiert ist außerdem ein Konsortium, das der kanadische Versicherungskonzern Fairfax Financial Holdings anführt. Angeblich kann sich Blackberry inzwischen auch die Aufsplitterung des Unternehmens vorstellen.

Die mit dieser Entwicklung verbundenen dramatischen Schlagzeilen verunsichern die Kunden, wie Blackberry sehr wohl bewusst ist. Es führt in seinem Brief die wichtigsten Argumente an, die aus seiner Sicht noch immer für die eigenen Produkte sprechen. Seine Blackberry-10-Geräte und ihr Betriebssystem stellt es als branchenführende Produktivitätswerkzeuge heraus – sowie die Sicherheit, für die sich Regierungen und weltweite Unternehmen entschieden hätten.

Seine eigene Anpassungsfähigkeit sieht das Unternehmen dadurch bewiesen, dass es auf BYOD zugeht und mit seiner Cloudlösung Enterprise Mobility Management neben Blackberry OS auch Android und iOS unterstützen wird. Auch seine Messaging-Plattform BBM öffne es bald für Android sowie iPhone und habe dafür schon Voranmeldungen von rund 6 Millionen Kunden erhalten.

„Wir verfügen über erhebliche Barmittel und sind frei von Schulden“, versichert Blackberry. Es restukturiere mit dem Ziel, seine Ausgaben um 50 Prozent zu senken zugunsten einer „äußerst effizienten, kundenorientierten Organisation“. Abschließend appelliert es an die Loyalität überzeugter Kunden: „Ja, es gibt viel Konkurrenz da draußen, und wir wissen, dass Blackberry nicht für jeden ist. Das ist in Ordnung. Sie haben immer gewusst, dass Blackberry anders ist, dass Sie sich mit Blackberry abheben können.“

BBopen letter

[mit Material von Shara Tibken, News.com]

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