Bericht: Google will Support für SMS und MMS in Hangouts integrieren

Screenshots der kommenden Version 1.3 der Messaging-App zeigen "via SMS" empfangene Nachrichten und ein Texteingabefeld zum Versand von Kurznachrichten. Die Nutzung von SMS und MMS soll sich in den Optionen aktivieren lassen.

Google arbeitet offenbar mit Hochdruck daran, Unterstützung für SMS und MMS in seinen Messaging-Dienst Hangouts einzubinden. Das geht aus von AndroidPolice veröffentlichten Screenshots hervor, die von der unveröffentlichten Version 1.3 der Software stammen sollen.

Ursprünglich war Hangouts ein reines Videochat-Tool für Google+, bevor es mit den Messaging-Funktionen der früher als Google Talk ausgelieferten Android-App verschmolzen wurde. In Kürze könnte Google also auch noch SMS- und MMS-Dienste in die Anwendung integrieren. Dass es solche Pläne verfolgt, steht schon länger fest. Die Frage war nur, wann es soweit sein und wie Google dieses Vorhaben umsetzen wird.

Die kommende Hangouts-Version wird offenbar auch SMS und MMS unterstützen (Screenshots via <a href="http://www.androidpolice.com/2013/10/07/all-but-confirmed-google-hangouts-1-3-screenshots-suggest-smsmms-integration-video-sharing-capabilities/" target="_blank">AndroidPolice</a>).Die kommende Hangouts-Version wird offenbar auch SMS und MMS unterstützen (Screenshots via AndroidPolice).

Die nun veröffentlichten Screenshots zeigen „via SMS“ empfangene Nachrichten in der Hangouts-App und ein Texteingabefeld mit dem Befehl „Sende eine SMS-Nachricht“. In den Einstellungen finden sich Optionen, um die SMS-Kommunikation ein- und auszuschalten sowie um automatisch MMS-Nachrichten zu empfangen.

Unklar ist, ob Google die bestehende Messaging-App zum Versand von Text- und Videomitteilungen einstellen oder als eigenständige Anwendung weiterhin anbieten wird. Angesichts so vieler Kommunikationswege, ist eine gewisse Fragmentierung zu erwarten. Beispielsweise können Gmail-Nutzer bereits jetzt SMS verschicken, auch von Mobilgeräten aus.

SMS-Nachrichten sind nach wie vor sehr beliebt – zum Teil, weil sie sogar ohne Datenverbindung funktionieren und nur eine Telefonnummer voraussetzen, statt ein Nutzerkonto bei einem Messaging-Service. Auf der anderen Seite muss sich die SMS verstärkt gegen konkurrierende Dienste wie Skype, Facebook-Messaging, WhatsApp und Viber behaupten.

Laut Zahlen der Bundesnetzagentur gelingt ihr das bisher allerdings recht gut. Demzufolge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland über 59 Milliarden Kurznachrichten versendet, was einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Statistisch gesehen hat 2012 jeder Einwohner 720 SMS verschickt, 1999 waren es erst 44. „Die neuen Messenger-Dienste für Smartphones kannibalisieren die klassische SMS bislang nicht, sondern sind als neue Nutzungsform hinzugekommen“, kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder Mitte August. Klassische SMS und ihre Multimedia-Nachfolger würden noch einige Zeit nebeneinander existieren.

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]

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