Oracle kündigt zusätzliche Cloud-Services an

Mit der Compute Cloud und Object Storage Cloud macht es Amazon Web Services Konkurrenz. Beide sollen Enterprise-tauglich und vollständig konfigurierbar sein. Neu sind auch Java-as-a-Service und ein Marktplatz für auf Oracle aufbauende Drittanwendungen.

Auf seine Hausmesse OpenWorld in San Francisco hat Oracle zehn weitere Cloud-Dienste sowie neue Datenbank- und Java-Services vorgestellt. Damit positioniert sich das Unternehmen als direkter Konkurrent zu Amazon Web Services oder auch Salesforce.com. Mit Letzterem hatte es im Juni noch eine weitreichende Partnerschaft geschlossen.

Die jetzt in San Francisco präsentierten Angebote Compute Cloud und Object Storage Cloud zielen direkt auf Services, wie sie auch Amazon im Programm hat. Oracle nennt als Alleinstellungsmerkmal, dass diese Services „Enterprise-tauglich und vollständig konfigurierbar sind“. Sie liegen bisher allerdings nur als Vorschau vor.

Thomas Kurian, Executive Vice President für Produktentwicklung, stellte auf der OpenWorld unter anderem Infrastructure-as-a-Service vor (Bild: Oracle).Thomas Kurian, Executive Vice President für Produktentwicklung, stellte auf der OpenWorld unter anderem Infrastructure-as-a-Service vor (Bild: Oracle).

Oracle bietet neuerdings auch einen Managed-Database-Cloud-Service an, der in den drei verschiedenen Ausbaustufen Basic, Managed und Premium Managed verfügbar ist. Damit bekommen Anwender die vollständige Kontrolle über eine dedizierte Instanz der Datenbank. Außerdem unterstütze das neue Angebot „jede Anwendung für Oracle Database“, heißt es in einer Mitteilung.

Mit „Oracle Java-as-a-Service“ liefert Oracle künftig WebLogic-Server-Cluster, unterstützt den Einsatz jeder Java-Anwendung und gibt volle administrative Kontrolle über den Dienst. Eine weitere Neuerung ist der Cloud Marketplace, auf dem Partner ihre auf Oracle aufbauenden Lösungen vertreiben können. Auch hier gibt es von Salesforce.com mit AppExchange ein entsprechendes Angebot. Der ebenfalls neue Service „Billing and Revenue Management“ richtet sich dagegen an Unternehmen, die Abonnements verwalten müssen.

Zu den weiteren angekündigten Diensten zählen „Oracle Infrastructure-as-a-Service“, „Business Intelligence Cloud“, „Documents Cloud“ (Self-Service-File-Sharing und Collaboration), „Mobile Cloud“ (Mobile Management) und schließlich die „Database Backup Cloud“. Das umfangreiche Angebot zeugt von Oracles Bestreben, ein Cloud-Komplettanbieter zu werden.

Auf der OpenWorld hat das Unternehmen zudem die ersten Früchte der im Juni geschlossenen Kooperation mit Microsoft vorgestellt. So laufen Oracle-Produkte jetzt auch auf Windows Azure, allerdings erst in einer Vorschau.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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Themenseiten: Cloud-Computing, Java, Oracle

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