Amazon stellt drei neue Kindle-Fire-Tablets vor

Die nächste Generation besteht aus dem überarbeiteten Kindle Fire HD und den neuen Modellen HDX 7 sowie HDX 8.9. Letztere werden von Qualcomms Quad-Core-Chip Snapdragon 800 angetrieben. Als Betriebssystem dient das ebenfalls neue Fire OS 3.0 auf Basis von Android 4.3.

Amazon hat gleich drei neue Tablet-Modelle seiner Reihe Kindle Fire vorgestellt: das leicht überarbeitete Kindle Fire HD sowie die neuen Vertreter Kindle Fire HDX 8.9 und Kindle Fire HDX 7. Alle laufen unter dem ebenfalls neuen Betriebssystem Fire OS 3.0, das auf Android 4.2.2 Jelly Bean basiert. Zudem bietet die kommende Kindle-Fire-Generation ein modifiziertes Design und aktuelle Hardwarekomponenten.

Das neue Topmodell Kindle Fire HDX 8.9 wird in einer WLAN- und einer LTE-Variante erhältlich sein und 379 Dollar beziehungsweise 479 Dollar kosten. Es soll in den USA am 7. November respektive 10. Dezember ausgeliefert werden. Wie die Zahl im Namen schon andeutet, ist das Kindle Fire HDX 8.9 mit einer 8,9 Zoll großen Anzeige ausgestattet. Das gegenüber dem aktuellen 8,9-Zoll-Modell des Kindle Fire HD verbesserte HDX-Display bietet mit 2560 mal 1600 Bildpunkten eine deutlich höhere Auflösung (Kindle Fire HD 8.9: 1920 mal 1200 Pixel). Es ist dieselbe wie bei Googles 10-Zoll-Gerät Nexus 10. Aufgrund des kleineren Bildschirms kommt der Kindle mit 339 ppi sogar auf eine höhere Pixeldichte als das Google-Tablet. Amazon verspricht zudem eine hundertprozentige sRGB-Farbgenauigkeit, weniger Reflexionen, dynamische Bildkontraste und eine höhere Helligkeit.

Unter der Haube arbeitet statt des bisherigen Dual-Core-Chips Qualcomms neuester Quad-Core-Prozessor Snapdragon 800 (MSM8974) mit einer Taktrate von 2,2 GHz und einer Adreno-330-Grafikeinheit, der ein deutliches Leistungsplus verspricht. An internem Speicher stehen wieder 16, 32 oder 64 GByte zur Wahl. Die Akkulaufzeit beträgt laut Amazon jetzt 18 Stunden beim Lesen und 12 Stunden bei gemischter Nutzung. Neben der üblichen HD-Front-Kamera, hat Amazon dem HDX 8.9 auch eine rückseitige 8-Megapixel-Kamera spendiert.

Die neuen Kindle-Fire-Tablets von Amazon (Bild: David Carnoy/CNET)Die neuen Kindle-Fire-Tablets von Amazon (Bild: David Carnoy/CNET)

Das Kindle Fire HDX 7, der Nachfolger des Kindle Fire HD, ist ebenfalls als WLAN- und LTE-Ausführung erhältlich. Es kostet 229 Euro respektive 329 Euro und bietet ein verbessertes Full-HD+-Display mit einer Auflösung von 1920 mal 1200 Pixeln. Die Auslieferung beginnt in den USA am 18. Oktober beziehungsweise 14. November. Wie das HDX 8.9 ist auch die 7-Zoll-Version mit Qualcomms Snapdragon-800-CPU ausgerüstet und verfügt über dieselbe Speicherausstattung wie das größere Modell. Die rückseitige Kamera bleibt aber dem HDX 8.9 vorbehalten.

Als günstigstes Modell hat Amazon jetzt den überarbeiteten Kindle Fire HD im Programm. Wie alle anderen Neuvorstellungen kann er ab sofort in den USA vorbestellt werden. Auslieferungstermin ist dort der 2. Oktober. Trotz einer ähnlichen Ausstattung hat Amazon den Preis gegenüber dem Vorgänger deutlich gesenkt, von 199 auf 139 Dollar. Dafür erhalten Käufer ein HD-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten, einen 1,5-GHz-Dual-Core-Prozessor und 8 GByte Speicher.

Alle drei Neuvorstellungen kommen mit einem überarbeiteten Design. Statt eines leicht gebogenen Gehäuses besitzen die neuen Kindle-Tablets jetzt eine kantigere Rückseite, sodass die Lautsprecher etwas mehr Luft haben, wenn die Geräte flach auf dem Tisch liegen. Einschaltknopf und Lautstärkeregler lassen sich nun etwas einfacher bedienen. Außerdem sind die Tablets deutlich leichter geworden. Das neue 8,9-Zoll-Gerät wiegt beispielsweise nur rund 375 Gramm. Der gleich große Vorgänger brachte noch ein Gewicht von 567 Gramm auf die Waage.

Als Betriebssystem ist auf allen Kindle-Fire-Tablets das neue Fire OS 3.0 (Codename Mojito) vorinstalliert. Es basiert auf der aktuellen Android-Version 4.3 Jelly Bean und bringt zahlreiche Verbesserungen mit. Grundlegend läuft das System schneller und reagiert präziser auf Berührungen und Gesten. Amazon hat weiterhin die Benutzeroberfläche überarbeitet. Neben der Karussell- ist nun auch eine Gitteransicht vorhanden. Nutzer können außerdem mit einem Klick alle Benachrichtigungen deaktivieren sowie im Hintergrund laufende Apps auf den Schirm holen, per Fingerwisch zwischen ihnen wechseln und sie wieder schließen.

Verbessert hat Amazon auch den Download-Manager, den Silk-Browser und den Reader-Modus. Das neue Fire OS bringt darüber hinaus eine Reihe Funktionen für Nutzer mit, die ihre Kindle-Tablets auch in der Arbeit verwenden wollen. Cloud-Dienste wie 1-Tap-Archive oder Cloud-Collections werden ebenfalls unterstützt. Ersterer analysiert beispielsweise die auf dem Tablet gespeicherten Inhalte und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, selten genutzte Daten mit einem Klick in die Cloud zu verschieben, um mehr Speicherplatz auf dem Gerät zu schaffen.

Eine der größten Neuerungen ist aber das Feature „Mayday“ – ein Button für Notfälle. Über die Einstellungen haben Kindle-Besitzer die Möglichkeit, sich direkt mit dem technischen Support verbinden zu lassen, falls es Probleme mit dem Gerät gibt. Innerhalb von 15 Sekunden soll ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen, der per Remote-Zugang auf das Tablet zugreifen kann. Der Dienst wird laut Amazon durchgehend 24 Stunden pro Tag verfügbar sein.

Daneben können Besitzer eines Kindle-Fire-HDX-Tablets nicht mehr nur Videos via Amazon Prime streamen, sondern sie endlich auch auf das Tablet herunterladen und ohne Internetverbindung anschauen. Fire OS 3.0 erlaubt zudem das Streamen von Inhalten auf ein TV-Gerät. Damit können Anwender beispielsweise Videos auf dem Fernseher betrachten, im Web surfen oder Spiele spielen. Das Feature X-Ray weitet Amazon auf Musik aus. Es zeigt Liedtexte oder bei Filmen den Namen eines gerade laufenden Songs an. Außerdem wurden die Buchempfehlungen des im Mai von Amazon übernommenen Unternehmens Goodreads integriert.

Wann und zu welchen Preisen die neuen Kindle-Fire-Tablets auch hierzulande erhältlich sein werden, ist noch unklar. Amazon hat sich bei der Präsentation nicht dazu geäußert. Als Zubehör wird es Schutzhüllen anbieten, die auch als Ständer für die Geräte dienen. Damit lassen sie sich im Hoch- oder Querformat aufstellen.

[mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

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