Handymarkt in Westeuropa wächst nur 2,6 Prozent im zweiten Quartal

Insgesamt lieferten Hersteller 43,3 Millionen Mobiltelefone aus. 75 Prozent davon waren Smartphones. Die Zahl der verkauften Feature Phones schrumpfte um 27 Prozent auf 10,7 Millionen Einheiten. Samsung bleibt mit einem Anteil von 43,4 Prozent Marktführer.

Der Handymarkt in Westeuropa ist im zweiten Quartal nur leicht gewachsen. Laut IDC erhöhten sich die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur um 2,6 Prozent auf 43,3 Millionen Einheiten. Damit blieb der Markt sogar hinter dem Ergebnis des ersten Quartals zurück.

IDC

75 Prozent aller zwischen April und Juni ausgelieferten Mobiltelefone waren Smartphones. Insgesamt setzten die Hersteller 32,6 Millionen Smartphones ab, was einem Plus von 19 Prozent entspricht. Die Feature-Phone-Verkäufe hingegen gingen um 27 Prozent auf 10,7 Millionen Einheiten zurück.

„Der westeuropäische Markt leidet weiterhin unter den harten wirtschaftlichen Bedingungen“, wird Francisco Jeronimo, Research Director bei IDC, in einer Pressemeldung zitiert. IDC zufolge war das zweite Quartal in den vergangenen Jahren stets das schwächste in der Region, da nur wenige Anbieter neue Geräte auf den Markt brächten. Zudem kündigten viele Hersteller vor dem Sommer neue Produkte, weswegen Verbraucher Neuanschaffungen bis zur Einführung neuer Flaggschiff-Modelle verzögerten.

IDC weist zudem darauf hin, dass 32 Prozent der im zweiten Vierteljahr ausgelieferten Mobiltelefone LTE unterstützen. Bei Smartphones betrug der Anteil sogar 43 Prozent. Allerdings entschieden sich bisher nur wenige Verbraucher beim Kauf eines neuen Geräts auch für einen LTE-Datenvertrag. Eine hohe Verbreitung LTE-fähiger Geräte erlaube es den Providern jedoch, nach Abschluss des Netzausbaus ihre Kunden schnell auf die dann günstiger werdenden LTE-Verträge umzustellen.

Samsung verkaufte den Marktforschern zufolge 18,8 Millionen Handys im zweiten Quartal, 8,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seinen Marktanteil steigerte das Unternehmen um 2,4 Punkte auf 43,4 Prozent. Nokia teilt sich den zweiten Platz inzwischen mit Apple. Beide Firmen lieferten je 5,7 Millionen Mobiltelefone aus, was einem Anteil von 13,2 Prozent entspricht. Nokias Absatzzahlen verringerten sich jedoch um 29,6 Prozent, während Apple 9,6 Prozent mehr verkaufte als im Vorjahr.

Auf 71 Prozent der ausgelieferten Smartphones war laut IDC Googles Mobilbetriebssystem Android installiert. Insgesamt waren es 23,2 Millionen Einheiten (plus 29 Prozent). Apples Anteil am Smartphonemarkt in Westeuropa ging um zwei Punkte auf 17,4 Prozent zurück. Der Anteil von Windows Phone kletterte auf 6,3 Prozent.

Handyverkäufe in Westeuropa laut IDC

Anbieter Verkaufszahlen 2. Quartal 2013 (Mio. Stück) Marktanteil Verkaufszahlen 2. Quartal 2012 (Mio. Stück) Marktanteil Veränderung
Samsung 18,8 43,4 % 17,3 41,0 % 8,7 %
Nokia 5,7 13,2 % 8,1 19,2 % -29,6 %
Apple 5,7 13,2 % 5,2 12,3 % 9,6 %
Sony 3,7 8,5 % 2,3 5,5 % 60,9 %
LG 2,7 6,2 % 0,9 2,1 % 200,0 %
Andere 6,7 15,5 % 8,4 19,9 % -20,2 %
Gesamt 43,3 100,0 % 42,2 100,0 % 2,6 %

Themenseiten: Android, Apple, Google, Handy, IDC, Marktforschung, Microsoft, Nokia, Samsung, Smartphone, Windows Phone, iOS, iPhone

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