Opera stellt iPad-Browser Coast vor

Die Benutzeroberfläche verzichtet fast vollständig auf Navigationselemente. Außer einer Home-Schaltfläche und einer für von kürzlich besuchten Websites bedient man Coast über Wischgesten. Durch die enge Anlehnung an iOS sind diese schnell erlernt.

opera-coast-logo-6x4Opera hat einen speziell für das iPad optimierten Webbrowser vorgestellt. Das Bedienkonzept von Coast verzichtet nahezu auf alle bisher von traditionellen Browsern her bekannten Schaltflächen. Stattdessen bedient man Coast fast durchweg mit Wischgesten.

Lediglich ein Home-Schalter sowie einer für von kürzlich besuchten Websites erinnern noch an das Bedienkonzept bekannter Browser. Auf dem Startscreen von Coast befinden sich sechs von Opera festgelegte Website-Lesezeichen, die jeweils als rechteckiges Symbol dargestellt werden. Auch auf dem zweiten Startscreen, den man über eine Wischgeste nach links erreicht, hat der Hersteller schon eine Vorauswahl getroffen. Allerdings kann der Anwender diese löschen und Favoriten nach persönlichen Bedürfnissen zusammenstellen. Das Löschen von Lesezeichen funktioniert fast genauso wie das Löschen einer App unter iOS inklusive Animationen. Markiert man beispielsweise ein Webseiten-Symbol beginnen die Icons zu wackeln und am oberen Rand erscheint der Hinweis „Zum Löschen hier ablegen“. Beendet wird der Löschvorgang durch die Berührung des Coast-Symbols im unteren Abschnitt der Startseite.

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Über den Website-Symbolen bietet der Startscreen ein Suchfeld. Dieses nutzt die Google-Suche. Eine andere Suchmaschine kann nicht eingestellt werden. Berührt man das Suchfeld, öffnet sich ein Overlay-Fenster und verdeckt die bisherige Ansicht. Außerdem wird die Bildschirmtastatur zur Eingabe eingeblendet. Sobald man darin einen Begriff eingibt, erscheint eine verkleinerte Darstellung der Google-Suche und daneben die Suchergebnisse, sofern es sich dabei um Webseiten handelt. Sucht man aber nicht nach einem Online-Angebot, sondern nach einem Begriff wie PRISM, muss man die gewöhnliche Google-Suche mit der bekannten Darstellung der Ergebnisse mit „Öffnen“ starten.

Auch der Wechsel zwischen Webseits erinnert an die Bedienung von iOS – zumindest, wenn man schon iOS 7 nutzt. Die Anzeige der zuletzt besuchten Online-Angebote erfolgt über die Berührung der Schaltfläche rechts unten. Diese werden ähnlich dargestellt wie geöffnete Apps unter iOS 7. Die Navigation verläuft entsprechend. Ebenso das Löschen einer Website aus dieser Ansicht. Diese zieht man einfach nach oben. In dieser Ansicht stehen zudem noch zwei weitere Bedienelemente zur Verfügung: eine informiert über die aktuelle Sicherheitsstufe der Webseite (Schaltfläche i) und über die andere ist das Teilen des Online-Angebots über Twitter und Facebook möglich (Viereck mit Pfeil). Außerdem kann man darüber auch die Webseite zum Homebildschirm hinzufügen und den aktuellen Inhalt ausdrucken.

Opera liefert mit Coast einen Browser für das iPad, der sich intuitiv bedienen lässt. Dies erreicht der Hersteller durch eine enge Anlehnung an das Bedienkonzept von iOS. Natürlich lässt sich auch Coast noch verbessern. Wünschenswert wäre noch eine Reader-Funktionalität wie sie der in iOS integrierte Browser Safari bietet. Eine freie Wahl der Suchmaschine dürfte hingegen aus ökonomischen Gründen verwehrt bleiben.

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1 Kommentar zu Opera stellt iPad-Browser Coast vor

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  • Am 10. September 2013 um 12:51 von Mike

    Die Zwangs-Ehe mit Google als einzigem Anbieter ist suboptimal. Ein klein wenig mehr Freiheiten sollte dem mündigen User schon zugestanden werden. Dies sollte schnellstmöglich geändert werden.

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