Börse feiert Ballmer-Abgang

Die Microsoft-Aktie legt um über 7 Prozent zu. Zuvor hatte das Unternehmen die Öffentlichkeit über die Rentnerpläne seines Vorstandvorsitzenden informiert. Den Mitarbeitern schrieb der scheidende CEO eine Mail: "Die besten tage liegen noch vor Microsoft."

Microsoft-CEO Steve Ballmer (Bild: Microsoft)Microsoft-CEO Steve Ballmer (Bild: Microsoft)

Eine Ankündigung von Microsoft-Chef Steve Ballmer, innerhalb des nächsten Jahres in Rente zu gehen, hat den Aktienkurs seines Unternehmens beflügelt: Das Papier legte um über 7 Prozent zu.

In der Pressemitteilung zum bevorstehenden Abgang wird Ballmer mit den Worten zitiert: „Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für eine solche Entscheidung. Doch jetzt ist die Zeit reif.“ John Thompson, Mitglied des Microsoft-Verwaltungsrats, wurde mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt. Bis ein Kandidat gefunden wird, bleibt Ballmer als CEO im Amt – maximal aber 12 Monate.

2008 sahen die Zukunftspläne des Microsoft-Chefs noch anders aus. Damals plante er, so lange CEO zu bleiben, bis sein jüngster Sohn das College verlassen habe – das wäre ungefähr 2018 gewesen.

Der Microsoft-Chef steht schon seit längerer Zeit in der Kritik. Das Wirtschaftsmagazin Forbes kürte ihn 2012 zum schlechtesten CEO eines in den USA börsennotierten Unternehmens. Er habe es verdient, gefeuert zu werden, weil er eine Belastung für die Mitarbeiter und den Aktienwert des Unternehmens sei, lautet damals das vernichtende Urteil.

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„Er hat Microsoft nicht nur im Alleingang aus einigen der am schnellsten wachsenden und lukrativsten IT-Märkte (Mobile, Musik, Smartphones, Tablets) herausgesteuert, sondern in der Folge auch Wachstum sowie Gewinn seiner Firma und von ‚Ökosystem‘-Unternehmen wie Dell, Hewlett-Packard und Nokia geopfert“, begründete Forbes-Autor Adam Hartung die Wahl.

Dem Wirtschaftsmagazin zufolge sollte man Ballmer nicht weiter erlauben, auf Kosten von Aktionärsvermögen und Arbeitsplätzen ein so hohes Risiko einzugehen. Es sei besser, der Microsoft-CEO würde sich zurückziehen und sein Vermögen genießen. Diese Zeit ist nun gekommen.

ZDNet.com hat eine von Steve Ballmer an die Mitarbeiter geschickte E-Mail im Volltext veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, die besten Tage lägen noch vor Microsoft. „Microsoft ist unglaublich. Ich liebe diese Firma.“

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boerse-jubelt-ueber-ballmer-abgangBesitzer von Microsoft-Aktien können sich heute freuen. Der geplante Rückzug von Microsoft-Chef Steve Ballmer treibt den Kurs in die Höhe.

Themenseiten: IT-Jobs, Microsoft, Steve Ballmer, Windows

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9 Kommentare zu Börse feiert Ballmer-Abgang

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  • Am 23. August 2013 um 20:28 von Mac-Harry.de

    Apple könnte Microsoft einfach kaufen und den Laden auf Kurs bringen. Na ja, Windows müsste dann über die Klinge springen. Kleiner Scherz ;-)

    Steve, we never miss you.
    Omg, Steve Ballmer, not Jobs.

    • Am 24. August 2013 um 5:05 von sirnicha

      vielleicht gehört ein großer teil von apple noch immer microsoft und keiner weiß es…

      • Am 25. August 2013 um 10:54 von SkyOpti

        Die Tatsache, das M$ im Bereich Mobiel-Devices seit Jahren ohne ernstzunehmende Strategy durch die IT-Landschaft torkelt, schließt das wohl aus. ;-)

    • Am 24. August 2013 um 21:21 von holger

      …besser Microsoft kauft Apple und zeigt denen wie man vernünftige OS programmiert, die nicht zum Rest der Welt inkompatibel sind.

  • Am 23. August 2013 um 20:32 von franky

    Fände es gut, wenn Bill Gates die Zügel wieder selbst in die Hand nehmen würde. Schließlich hat er MS damals zum wert vollsten Unternehmen aller Zeiten (inflationsbereinigt) gemacht. Das war 2000 glaube ich. Ab dann hatte Ballmer übernommen…

    • Am 25. August 2013 um 10:52 von SkyOpti

      So dumm ist er nicht :-)

  • Am 26. August 2013 um 10:44 von pusher

    Viele Apple Fans verdrängen, dass es Apple nur noch wegen Microsoft gibt. Hätte Bill damals nur das Geld stecken lassen.

    • Am 26. August 2013 um 12:03 von Otternase

      Erstens dürfte sich das Investment für Bill Gates/Microsoft ja sehr ausgezahlt haben, zweitens hat Apple etwas daraus gelernt und gemacht, und drittens hat sich Zum Vergleich Microsoft allzu lange auf dem Erfolg von MS Office und Windows verlassen, und dann versucht mit einer gehörigen Portion Überheblichkeit gegenzusteuern – bisher erfolglos.

      Mir ist ja Windows auf den Rechnern und Smartphones tausendmal liebet, als Googles Android/Chrome OS, schon einmal, weil ich mit Windows sehr gut vertraut bin, und damit Jahrelang meine Brötchen verdient habe.

      Allerdings sind beide aus Datenschutz Sicht leider nicht mehr unproblematisch: bei Microsoft klaut (in vorauseilendem Gehorsam) die NSA, bei Google klauen Google UND die NSA (gegen Gerichtsbeschluss).

      Und ja, auch Apple rückt die Daten gegen Gerichtsbeschlüsse raus, das ist richtig. Aber dafür kein vorauseilender Gehorsam, und wo sie die Möglichkeit haben, schützen sie des Users Daten besser als Microsoft und Google.

  • Am 26. August 2013 um 11:07 von Wolfgang

    …bitte „vernünftig“ definieren!

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