HP-Chefin Whitman nennt Umsatzwachstum im Finanzjahr 2014 unwahrscheinlich

Positive Tendenzen macht Whitman bei Druckerverkäufen und Enterprise Services aus. Als nächstes wird eine Rückkehr der Enterprise Group in die Profitabilität unter dem neuen Chef Bill Veghte angestrebt. Auch hofft Whitman auf bessere Geschäfte in China.

Die Chefin von Hewlett-Packard hat im Anschluss an die Quartalszahlen in einer Konferenz mit Analysten die schwierige Lage des Konzerns deutlich ausgedrückt: „Ein Wachstum des Gesatzumsatzes im Jahresvergleich im Finanzjahr 2014 ist unwahrscheinlich.“ Sie wiederholte auch ihre Aussage, das Kalenderjahr 2013 sei „das Jahr der Umstellungen und Reparaturen“ für HP.

HP-CEO Meg Whitman auf der Global Partner Conference in Las Vegas (Bild: HP)HP-CEO Meg Whitman auf der Global Partner Conference in Las Vegas (Bild: HP)

Whitman nahm auch zu den Umstellungen des Managements Stellung, die HP direkt nach den Quartalszahlen publik machte: Chief Operating Officer Bill Veghte wird als Executive Vice President die Leitung der Enterprise Group übernehmen. Sein Vorgänger Dave Donatelli soll sich künftig um Unternehmen kümmern, die neue Technologien wie Moonshot oder StoreOnce entwickeln. Whitman dazu: „Wenn man eine große Zahl fähiger Manager hat, liegt einer der Vorteile darin, dass man die Leute mit den richtigen Fähigkeiten im richtigen Moment mit bestimmten Aufgaben betrauen kann.“ Dies werde „die Reise zu einer erfolgreichen Trendwende“ deutlich beschleunigen.

Auf eine Nachfrage, warum HP weiter intern umbesetze, statt sich extern Talente zu holen, sagte Whitman, sie ziehe interne Beförderungen vor. Zwar wisse sie „frische Ideen“ zu schätzen, sie arbeite aber gern mit Kollegen zusammen, „die nicht am unteren Ende der Lernkurve anfangen“.

Als positives Zeichen wertete Whitman, dass der Druckerverkauf nach Stückzahlen zum ersten Mal seit 2011 zugelegt habe. Auch das Geschäft mit Enterprise Services „beginnt sich zu stabilisieren“. Sie nannte auch Bereiche, in denen sie Potenzial sieht, darunter das Chinageschäft, das zuletzt kaum Umsatzwachstum brachte, und das PC-Geschäft. Zu letzterem merkte Whitman an, sie habe nicht erwartet, dass die gesamte PC-Branche so lange brauchen werde, um wieder auf die Beine zu kommen. Die Enterprise Group mit Services und Software könne außerdem wieder profitabel werden. Die Umsetzung der nötigen Strategie habe für den neuen Chef dieses Bereichs, Bill Veghte, oberste Priorität.

Im dritten Fiskalquartal war der Umsatz von HP um 2,5 Milliarden Dollar oder acht Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar geschrumpft. Der Non-GAAP-Gewinn ging um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar oder 0,86 Dollar je Aktie zurück. Analysten hatten einen Überschuss von 0,86 Dollar bei Einnahmen von 27,3 Milliarden Dollar vorausgesagt. Damit blieb lediglich der Umsatz etwas hinter den Erwartungen zurück.

Anleger zeigten sich trotzdem enttäuscht. Im nachbörslichen Handel brach der Kurs der HP-Aktie um 7,8 Prozent auf 23,40 Dollar ein. Dies hielt auch während der Telefonkonferenz an. Chief Financial Officer Cathie Lesjak kündigte abschließend eine aktualisierte Prognose fürs Finanzjahr 2014 für den 9. September an.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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Themenseiten: Hewlett-Packard, Quartalszahlen, Strategien

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