Wegen „Verwirrung“ im PC-Bereich: Acer pusht Nicht-Windows-Systeme

Das Chromebook macht derzeit schon 3 Prozent der Netbook-Verkäufe aus. Acer will diese Quote auf 5 Prozent steigern - und nächstes Jahr 30 Prozent der Umsatzes mit alternativen Betriebssystemen erwirtschaften. Ein Problem ist die mangelnde Präsenz im Android-Segment.

Acer wird seine Bemühungen verstärken, im „Nicht-Windows-Geschäft“ Fuß zu fassen. Android für Smartphones und Tablets zusammen mit einem Chromebook könnten bis Jahresende für 10 bis 12 Prozent der Acer-Umsätze gut sein und 2014 schon bis zu 30 Prozent ausmachen, sagte President Jim Wong bei einer Konferenz, wie das Wall Street Journal berichtet. „Wir versuchen, das Nicht-Windows-Geschäft so schnell wie möglich anzuschieben.“

Acers bisherige Chromebooks bieten noch keinen Touchscreen (Bild: Sarah Tew/CNET).

Acers Chromebook vereint auf sich derzeit etwa 3 Prozent der Netbook-Umsätze. Der Konzern hofft, diese Quote auf 5 Prozent steigern zu können. Mit Android hingegen hat er bisher keinen Stich machen können. Gartner zufolge sind Acers Umsätze im ersten Quartal im Jahresvergleich um 30 Prozent zurückgegangen. Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 343 Millionen Taiwandollar (8,6 Millionen Dollar) bei 89,2 Milliarden Taiwandollar (2,2 Milliarden Euro) Umsatz, was einem Rückgang von 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Acers Führung konstatiert eine Verwirrung bei Heimanwendern angesichts von drei großen Ökosystemen für Smartphones und Tablets. Chairman und CEO J.T. Wang hält den PC zwar weiter für „das beste IT-Gerät für produktive Arbeit“, doch „das Windows-Lager muss etwas tun, um das Vertrauen der PC-Nutzer wieder zu stärken“. „Alternativen können den PC weiter nicht ersetzen. Doch in der heutigen Situation sind die Anwender verwirrt. Sie brauchen einen überzeugenden Grund, um sich wieder einen echten PC zu kaufen.“

Die „große Verwirrung“ rund um Android, iOS und Windows habe der Tod von Steve Jobs noch schlimmer gemacht, sagte Wang. „Der Anwender weiß nicht mehr, was er wählen und auf wen er hören soll, seit Steve Jobs verstorben ist. Das erscheint mir als eine sehr dynamische, verwirrende Zeit der Marktveränderungen.“

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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