Dell-Aufsichtsrat verschiebt Abstimmung erneut und ändert Modalitäten

Das zuständige Komitee hat das erhöhte Gebot von Michael Dell und Silver Lake angenommen. Pro Aktie wollen sie jetzt 10 Cent mehr zahlen - nämlich 13,75 Dollar. Zusätzlich versprechen sie eine Quartalsdividende in Höhe von 13 Cent.

Michael Dell und der Investor Silver Lake haben ihr Gebot für Dell-Aktien doch noch auf 13,75 Dollar erhöhen können, für die sie das Unternehmen von der Börse nehmen wollen. Zusätzlich sollen Aktionäre eine Sonderdividende im Wert von 13 US-Cent je Aktie erhalten. Das teilt das zuständige Sonderkomitee des Dell-Aufsichtsrats mit. Es hat die Offerte also mit gut 24 Stunden Verzögerung entgegen einem ersten Kommentar also doch noch angenommen.

dell-boerse

Das Angebot beläuft sich somit auf rund 24,9 Milliarden Dollar. Das sind fast 500 Millionen Dollar insgesamt oder 20 Cent pro Aktie mehr, als Dell und Silver Lake ursprünglich im Februar geboten hatten. Für das Komitee kommentierte dies der Vorsitzende Alex Mandl: „Das Komitee freut sich, diese Transaktion ausgehandelt zu haben, die ganze 470 Millionen Dollar zusätzlichen Unternehmenswert bedeutet, wenn man die anstehende Quartalsdividende einschließt, die jetzt unabhängig vom Zeitpunkt gezahlt werden wird, zu dem die Transaktion schließt.“

Im Gegenzug sollen die Abstimmungsmodalitäten wie von Michael Dell beantragt geändert werden. Nach den aktuellen Regeln würden nicht ausgeübte Stimmen als Gegenstimmen gewertet. Dell selbst darf über seinen Vorschlag nicht abstimmen, er müsste daher rund 43 Prozent aller Aktionäre auf seine Seite bringen – eine schwer zu erreichende Quote.

„Wir glauben, dass eine Änderung der Wahlmodalitäten im besten Interesse der Dell-Aktionäre ist, und zwar aus zwei Gründen: weil wir dadurch eine bedeutende Aufwertung des Gebots erreichen konnten und weil so die Antragsteller auf gleicher Ebene agieren“, schreibt Mandl.

Die Entscheidung kommt nur wenige Stunden vor dem geplanten Start der schon zweimal verschobenen Abstimmung über Dells Vorschlag. Diese verzögert sich jetzt ein drittes Mal und wird erst am 12. September stattfinden.

Dells Konkurrent Carl Icahn, derzeit der zweitgrößte Aktionär des Konzerns, hat dagegen gestern eine Klage eingereicht. Er will verhindern, dass Michael Dell „und Partner“ auch für nach dem 5. Februar erworbene Aktien eine Stimme ausüben können.

Dell-Zentrale in Round Rock, Texas (Bild: Dell)

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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