Apple wegen Taschendurchsuchungen bei Retail-Store-Mitarbeitern verklagt

Die nach Stunden bezahlten Mitarbeiter müssen angeblich bis zu 30 Minuten täglich für Durchsuchungen anstehen, werden aber für diese Zeit nicht entlohnt. Jährlich werde ihnen daher 1500 Dollar Arbeitslohn vorenthalten. Die Sammelklage zielt auf Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Zwei frühere Retail-Store-Mitarbeiter haben eine Sammelklage gegen Apple angestrengt, da sie täglich bis zu 30 Minuten für Taschendurchsuchungen anstehen mussten und für diese Zeit nicht bezahlt wurden. Auf das Jahr gerechnet sei ihnen daher jeweils Arbeitslohn in Höhe von rund 1500 Dollar vorenthalten worden.

Kunden in einem Apple Store in Paris (Bild: Stephen Shankland/CNET)

Die beim US-Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien eingereichte Klage zielt auf Schadenersatz in noch ungenannter Höhe. Erhoben wurde sie von Amanda Frlekin und Dean Pelle, die bis zu diesem Frühjahr in Apples Ladengeschäften in New York sowie Los Angeles tätig waren. Sie treten dabei als Kläger „für sich und alle anderen in einer ähnlichen Situation“ auf.

Die Klageschrift wirft Apple „illegale und missbräuchliche Lohnpraktiken“ quer durch die Vereinigten Staaten vor, durch die den stundenweise bezahlten Mitarbeitern „Millionen Dollar in Löhnen und Überstundenvergütung“ vorenthalten wurden. Zu diesen Praktiken soll gehören, dass die von Apple nach Stunden bezahlten Mitarbeiter täglich wiederholt in einer Schlange warten und Sicherheitsüberprüfungen hinnehmen müssen, das aber nicht als Arbeitszeit gewertet wird. Das sei stets zum Schichtende der Fall, aber auch beim zwischenzeitlichen Verlassen des Retail Stores, um eine Mahlzeit einzunehmen.

Frlekin und Pelle arbeiteten als „Spezialisten“, die Kunden in den Stores beraten. Die bei Apple übliche „Durchsuchung von persönlichen Taschen und anderen Behältnissen“ nennen sie „obligatorische, aber nicht vergütete Sicherheitsüberprüfungen“. Ihre Klage wirft Apple vor, damit gegen die US-Arbeitsgesetzgebung Fair Labor Standards Act sowie Gesetze der Bundesstaaten New York und Kalifornien zu verstoßen.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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5 Kommentare zu Apple wegen Taschendurchsuchungen bei Retail-Store-Mitarbeitern verklagt

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  • Am 31. Juli 2013 um 9:08 von MacGenius

    Gieriges Volk! Anstatt froh zu sein, als „Genie“ (!) bei Apple arbeiten zu duerfen, wollen die auch noch Geld fuer Ueberstunden?! Frechheit!

    • Am 31. Juli 2013 um 10:57 von MacLover

      ahahaha. du denkst weil sie bei apple arbeiten werden sie als genie betrachtet? Also wenn ich täglich 30 Minuten OBLIGATORISCH an meinem Arbeitort UNBEZHALT sein müsste, und das noch sehr lange mitmache, betrachte ich das nicht als Genie!
      Und auch sonst, apple Mitarbeiter betrachte ich doch nicht als Genie! Das sind normal ausgebildete Leute!
      Apple Fanatiker… würdest wohl sogar unbezahlt bei apple arbeiten um als „Genie“ *hust* dazustehen, was?

      • Am 31. Juli 2013 um 11:14 von MacGenius

        Sorry dass ich das Sarcasm oder Ironie Smiley vergessen habe. Dachte nicht, dass es jemanden gibt der meine Aussage als ernst ansieht. Dir ist schon bewusst, dass Apple seine Mitarbeiter selber als Genies bezeichnet?? Anscheinend aber nicht, sonst haettest Du den Witz hinter meiner Aussage verstanden. Also dann nochmal fuer Dich: Wenn man bei Apple ein Problem hat (welches sollte das denn ueberhaupt sein?), trifft man sich mit dem Apple Genius Mitarbeiter an der Apple Genius Bar um dort Support zu bekommen (http://www.apple.com/de/retail/geniusbar/). Albern, oder?

  • Am 31. Juli 2013 um 9:54 von MacHarrysSchatten

    wie in den übelsten diamanten-minen :D … ich stelle es mir bildlich vor, MacHarry als oberaufseher

    • Am 31. Juli 2013 um 11:16 von MacGenius

      Bei dem muessten/duerften Sie komplett unentgeltlich arbeiten und dreimal taeglich das „VaterUnser“ vor einem Reliquienschrein von Steve Jobs beten.

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