Apple-CEO Tim Cook hofft weiter auf China

Die Umsätze in der Region Greater China fielen um 43 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum büßte Apple 14 Prozent ein. Der Apple-Chef sieht darin eine vorübergehende Schwäche und in China noch immer eine "riesige Chance".

Apple-Chef Tim Cook hat gegenüber Analysten einen beunruhigenden Umsatzrückgang in der Region China heruntergespielt. In einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen versicherte er, dass China noch immer eine“riesige Chance“ für das Unternehmen darstelle.

Apple-CEO Tim Cook (Bild: James Martin / CNET.com)Apple-CEO Tim Cook (Bild: James Martin / CNET.com)

In seinem dritten Fiskalquartal 2013 übertraf der iPhone-Hersteller trotz Gewinnrückgang insgesamt die Erwartungen, verkaufte aber dramatisch weniger in der Region Greater China, die Festlandchina, Hongkong und Taiwan umfasst. Der Umsatz fiel von 8,2 Milliarden Dollar im vorhergehenden Quartal um überraschende 43 Prozent auf 4,65 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war ein Umsatzrückgang um 14 Prozent zu verzeichnen.

Diese Entwicklung trifft Apple deshalb besonders, weil China zuvor der am schnellsten wachsende Absatzmarkt des Unternehmens war und die zweitbesten Gewinne beisteuerte. „Ich denke, es ist wichtig, das in die richtige Perspektive zu bringen“, sagte Cook und führte 27 Milliarden Dollar Umsätze in den letzten zwölf Monaten an. „Es ist also ein riesiges Geschäft für uns.“

Als Grund für den Rückgang machte der CEO vor allem die schwächere chinesische Wirtschaft aus, wies aber besonders auf Hongkong hin. Das „internationale Einkaufsparadies“ habe „einen dramatischeren Abschwung“ erlebt. Laut Cook ging die Absatzquote – der tatsächlich verkaufte Anteil der ausgelieferten Stückzahlen – in Hongkong um rund 20 Prozent zurück und zog damit die ganze Region nach unten.

„Es ist nicht völlig klar, warum das so gekommen ist“, sagte er. Die Absatzquote in China hingegen sei bei bereinigten Lagerbeständen nur um 4 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs gesunken – und das chinesische Festland habe tatsächlich um 5 Prozent zugelegt.

Cook bestand auch darauf, dass Apples iPad noch immer großen Zuspruch in der Region findet – mit einer um 37 Prozent höheren Absatzquote in Festlandchina während des Quartals. „Im Jahresvergleich haben sich 48 Prozent mehr iPads verkauft“, sagte er. Er hob außerdem eine schnell wachsende Entwicklergemeinde in der Region hervor.

„Ich glaube weiterhin, dass China über längere Zeiträume eine riesige Chance für Apple darstellt“, erklärte Cook. „Ich lasse mich nicht durch so etwas wie einen 90-Tage-Abschnitt entmutigen.“

[mit Material von Jennifer Van Grove, News.com]

Themenseiten: Apple, China, Quartalszahlen, iPad, iPhone

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