Dropbox kauft Rabatt-App-Entwickler Endorse

Sein Programm verspricht nachträgliche Bonuszahlungen beim Kauf von bestimmten Produkten. Zu den Partnern zählten bisher Procter & Gamble sowie Pepsi. Das Angebot wird zunächst geschlossen. Was Dropbox damit vorhat, ist unklar.

Dropbox hat mit Endorse einen Mobile-App-Entwickler übernommen. Es ist noch unklar, ob es ihm nur um die Programmierer ging oder auch um das Endverbraucher-Angebot, das eine Art nachträgliches Gutschein-Rabattsystem darstellt.

dropboxforbusiness

Endorse war 2010 gegründet worden. Es hat 4,25 Millionen Dollar Anschubfinanzierung von SV Angel und Accel Partners erhalten. Zu seinen Firmenpartnern zählten bisher schon der Lebensmittelkonzern General Mills, Procter & Gamble sowie der Getränkehersteller PepsiCo.

Die App von Endorse verspricht Verbrauchern Rabatte beim Kauf bestimmter Produkte. Dazu scannt der Anwender die Rechnung ein – und bekommt einen Teil des Kaufbetrags via Paypal zurückerstattet. Die Firmen erhalten so wichtige Daten zum Kaufverhalten.

Angesichts von Dropbox‘ bisherigem Angebot – einem cloudbasierten Speicherdienst – scheint ein Interesse an der Geld-zurück-App eher unwahrscheinlich. Seit 19. Juli sind keine Registrierungen mehr möglich. Nutzer der App haben noch bis Monatsende Gelegenheit, Rabatte einzufordern.

In einer Mail an News.com schreibt Dropbox nur, man freue sich, die „herausragenden Talente“ des Endorse-Teams integrieren zu können. Endorse selbst hat am Wochenende einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem es heißt, „intellektuelle Neugier, Risikofreudigkeit, Teamarbeit und Dienst am Kunden“ seien von Anfang an wichtige Werte des Start-ups gewesen. Mit Dropbox habe man einen geeigneten Partner gefunden.

Logo von Endorse

Das Management-Team von Endorse umfasst etwa CEO Steven Carpenter, der zuvor ein Finanzportal für Endanwender an E-Trade verkaufen konnte. CTO Erik Klein hat Erfahrung bei Paypal und Youtube vorzuweisen, und Entwicklungsleiter Franck Chastagnol war schon bei Inktomi, Paypal, Youtube sowie dessen Mutter Google beschäftigt.

Drobbox‘ letzte Übernahme datiert vom März: Damals kaufte es die E-Mail-App Mailbox. Im Dezember hatte es mit Audiogalaxy einen Streaming-Anbieter übernommen. Beide Zukäufe dienten offensichtlich dazu, das Dropbox-Angebot um bestimmte Funktionen zu erweitern.

[mit Material von Edward Moyer, News.com]

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Themenseiten: Dropbox, E-Commerce, Übernahmen

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