Google bleibt trotz Umsatz- und Gewinnplus hinter Erwartungen zurück

Die Einnahmen steigen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 14,11 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn klettert auf 3,23 Milliarden Dollar. Motorola Mobility fährt trotz Umsatzsteigerung erneut einen operativen Verlust ein.

Google hat im zweiten Quartal 2013 (bis 30. Juni) seinen Umsatz und Gewinn zwar deutlich steigern können, aber nicht in dem Maße, wie von der Wall Street erwartet. Der gestern vorgelegten Bilanz zufolge kletterte der GAAP-Nettogewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs von 2,79 auf 3,23 Milliarden Dollar. Der bereinigte Aktiengewinn erhöhte sich von 8,42 auf 9,54 Dollar. Nach Non-GAAP waren es 9,56 Dollar.

Google-Logo

Seinen Umsatz steigerte der Internetkonzern im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 14,11 Milliarden Dollar. Motorola Mobility trug mit 998 Millionen Dollar sieben Prozent zum Gesamtumsatz bei. Abzüglich der Traffic Acquisition Costs (TAC) in Höhe von 3,01 Milliarden Dollar, die Google an seine Partner abführen muss, beliefen sich die Einnahmen auf 11,1 Milliarden Dollar.

Das Ergbnis verfehlt die hohen Erwartungen der Wall Street relativ deutlich. Die Analysten hatten mit einem Non-GAAP-Gewinn von 10,78 Dollar je Aktie und einem Umsatz exklusive TAC von 14,41 Milliarden Dollar gerechnet. Vor dem heutigen Börsenbeginn in News York fiel der Kurs der Google-Aktie um 4,2 Prozent oder 38,23 Dollar auf 872,45 Dollar.

Mit seinen eigenen Websites erzielte Google im zweiten Quartal Werbeeinnahmen von 8,87 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent). Partnerseiten und Adsense trugen 3,19 Milliarden Dollar zum Umsatz bei (plus 7 Prozent). Wie im Vorquartal erwirtschaftete der Konzern 55 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der USA. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil bei 54 Prozent.

Google zufolge wurden bisher über 900 Millionen Android-Geräte aktiviert. Jeden Tag kämen 1,5 Millionen weitere hinzu. „Der Wechsel von einem zu mehreren Bildschirmen und Mobilität bietet enorme Chancen für Google“, sagte CEO Larry Page. „Mit mehr Geräten, mehr Informationen und mehr Online-Aktivitäten als jemals zuvor, ist das Potential, das Leben der Menschen zu verbessern, noch gewaltiger geworden.“

Googles Umsatz ist im zweiten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum "nur" um 19 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar gestiegen (Grafik: Statista).Googles Umsatz ist im zweiten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum „nur“ um 19 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar gestiegen (Grafik: Statista).

Während Motorola Mobility seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent steigern konnte, verbuchte es erneut einen operativen Verlust. Dieser erhöhte sich sogar um 75 Prozent von 192 Millionen Dollar auf nun 342 Millionen Dollar. Der Verlust könnte mit Investitionen in sein texanisches Werk in Fort Worth zusammenhängen, in dem das kommende Flaggschiff-Smartphone Moto X assembliert werden soll. Bis Ende des Sommers will Motorola dort über 2000 neue Mitarbeiter einstellen.

Googles weltweite Mitarbeiterzahl sank durch Stellenstreichungen bei Motorola Mobility und den Verkauf der Settop-Boxen-Geschäftseinheit Motorola Home zum 30. Juni auf 44.777 Vollzeitkräfte (40.178 bei Google und 4599 bei Motorola Mobility). Am 31. März hatte der Konzern noch 53.891 Angestellte (38.739 bei Google, 9982 bei Motorola Mobility und 5170 bei Motorola Home).

Einen Ausblick auf das dritte Quartal hat Google in seiner Bilanzmeldung nicht gegeben. Die Wall Street rechnet mit einem Umsatz von 15,03 Milliarden Dollar und einem Non-GAAP-Aktiengewinn von 11,11 Dollar.

Highlights in Googles zweitem Quartal 2013 (Bild: Google)

[mit Material von Donna Tam, News.com, und Rachel King, ZDNet.com]

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Themenseiten: Google, Motorola Mobility, Quartalszahlen

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1 Kommentar zu Google bleibt trotz Umsatz- und Gewinnplus hinter Erwartungen zurück

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  • Am 19. Juli 2013 um 23:08 von Mac-Harry.de

    Eigentlich bedauerlich, dass trotz der positiven Entwicklung Abschläge für Investoren hinzunehmen sind. Ich bin von einem weiteren Wachstum überzeugt, während es bei Microsoft so richtig in den Keller rauscht, da der Laden keine Innovationen mehr vorlegt. Google schon, zumindest haben sie bei mobilen Plattformen bei Apple super kopiert und in der Breite kommt dies Google zugute. Microsoft versucht es mit eigenen Ansätzen und die scheitern gänzlich.

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