Google stellt Latitude zum 9. August ein

Davon betroffen sind Latitude für Android und iPhone, die Latitude-API, das zugehörige iGoogle-Gadget und die Latitude-Website. Mobilnutzer können dann nur noch über Google+ den Standort ihrer Freunde abrufen. Die mit Latitude erstellte Freundesliste wird gelöscht.

Google wird seinen Dienst Latitude, über den Smartphone-Besitzer ihren aktuellen Standort an Freunde und Bekannte übermitteln können, zum 9. August einstellen. Davon betroffen sind Latitude für Android und iPhone, die Latitude-API, das zugehörige iGoogle-Gadget und die Latitude-Website, wie das Unternehmen auf einer Hilfeseite mitteilt.

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Daniel Graf, Direktor für Google Maps, hatte schon in seinem Blogeintrag zur jüngsten Mobilversion von Google Maps auf das baldige Aus von Latitude hingewiesen. Google Maps 7.0 für Android und iOS unterstützt den Ortungsdienst bereits nicht mehr. Dadurch können Nutzer ihren Standort nicht mehr über die Kartenanwendung mitteilen und auch nicht den ihrer Freunde einsehen. Wie Google auf seiner Hilfeseite ausführt, wird die mit Latitude erstellte Freundesliste vollständig gelöscht.

Offenbar verfolgt Google mit der Deaktivierung von Latitude das Ziel, mehr Nutzer in sein Social Network zu locken. Denn wer weiterhin wissen will, wo sich seine Freunde gerade aufhalten, muss die im Mai eingeführten Location-Sharing- und Check-in-Funktionen von Google+ für Android nutzen. Das macht aber einen umständlichen Wechsel zwischen Maps und Google+ erforderlich. Und iPhone-Besitzern stehen die Features im aktuellen Google+ für iOS noch nicht zur Verfügung.

Nach dem Abschalten der API werden auch Drittanbieter-Apps nicht mehr funktionieren, die Latitude nutzen. Anwendern empfiehlt Google, bei dem jeweiligen Entwickler nachzufragen, ob die gesammelten Daten ebenfalls gelöscht werden.

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Themenseiten: Google, Google Maps, Google Plus

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1 Kommentar zu Google stellt Latitude zum 9. August ein

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  • Am 11. Juli 2013 um 17:33 von THiWi

    Ich finde es schade, dass wieder mal „über die Köpfe der User hinweg“ von Google entschieden wurde, eine gute und beliebte Applikation einzustellen. Eine Begründung für diese Verschlechterung des Angebots wurde meines Wissens nicht mitgeteit. Muss man dieses Vorgehen von Google einfach akzeptieren, wenn man mehr oder weniger „Stammkunde“ von Google ist und fast alle Apps von Google benützt? Ich bin enttäuscht!

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