Facebook beginnt mit Einführung von Graph Search

Ab heute haben Nutzer in den USA und diejenigen, die die US-amerikanische Sprachversion verwenden, Zugriff auf Facebooks neue Suchmaschine Search Graph. Mit ihr lassen sich Personen, Fotos, Orte und Interessen finden, die für Facebook-Nutzer relevant sind. In Kürze soll sie auch in anderen Ländern verfügbar sein, wie ein Facebook-Vertreter gegenüber CNET.com erklärte. Deutsche Nutzer haben bisher nur Zugriff auf eine Demo-Version.

Facebook-CEO Markt Zuckerberg hatte Search Graph im Januar vorgestellt. Durch Verwendung von Filtern wie “Ortstyp”, “Gefällt anderen” und “von Freunden besucht” können Anwender die Suchfunktion nutzen, um passende Kontakte in ihrem Netzwerk zu finden und mögliche Verbindungen zu anderen Mitgliedern aufzudecken.

In den USA steht Graph Search ab sofort zur Verfügung (Bild: Facebook).

In den USA steht Graph Search ab sofort zur Verfügung (Bild: Facebook).

Als Beispiel führte Facebook bei der Vorstellung von Graph Search eine Suche nach “Männlichen Single-Freunden meiner Freunde in San Francisco, Kalifornien” vor. Sie lieferte mehrere Personen, die diesen Kriterien entsprachen. Graph Search soll sich auch für die Suche nach Partnern und offenen Stellen einsetzen lassen. Damit positioniert sich Facebook als möglicher Konkurrent für LinkedIn und Online-Partnervermittlungen.

Das neue Werkzeug, das schon früher einem begrenzten Nutzerkreis verfügbar gemacht wurde, erscheint als größere Suchleiste am oberen Seitenrand. Es ersetzt die bisherige weiße Suchfeld. Nicht zu verwechseln mit einer Websuche, die auf Basis einer Reihe von Suchbegriffen die passenden Ergebnisse anzeigt, kombiniert Graph Search Phrasen, um Inhalte von Facebook-Mitgliedern zu liefern.

Da die neue Suche umfangreiche persönliche Daten offenlegen kann, ohne dass sich Mitglieder der öffentlichen Verfügbarkeit bewusst sind, versucht Facebook die Datenschutzbedenken seiner Nutzer zu zerstreuen. Dazu hat es bestimmte Suchregeln implementiert, die etwa festlegen, welche Ergebnisse bezüglich Teenagern Erwachsene sehen dürfen.

Die Suchfunktion könnte sich für Facebook als Schlüsselkomponente herausstellen, Nutzer auf seiner Site zu halten. Eine kommerzielle Nutzung ist Zuckerberg zufolge bisher nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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