Twitter führt personalisierte Werbung ein

Werbetreibende übergeben ihm Cookie-IDs oder gehashte E-Mail-Adressen von Anwendern. Diese gleicht es mit seiner Datenbank ab. Außerdem neu: Fremde Sites dürfen Tweets jetzt mit anderen Feeds vermischen, wenn der Endnutzer dies wünscht.

Twitter hat einige Funktionen, die „Display Requirements“ und die API-Nutzungsrichtlinien aktualisiert. Die wichtigste Neuerung dürfte sein, dass US-Nutzer zum ersten Mal personalisierte Werbung erhalten, wozu Twitter Cookies einsetzt. Die neuen Richtlinien dagegen schieben jedem automatischen Folgen eines Nutzers einen Riegel vor – diese Entscheidung müssen Twitter-Nutzer weiter jeweils einzeln und fallweise treffen.

Logo von Twitter

Werbetweets werden in Kürze auf der Browser-Historie basieren. Dazu kommentiert Twitter-Manager Kevin Well in einem Blogbeitrag, das Ziel sei es, nicht die Quantität, aber die Qualität von Werbung zu verbessern. Als Beispiel nennt er einen Blumenladen, der Twitter den Hash einer Mailadresse oder eine Cookie-ID übergeben könne. Dies gleiche man dann mit den Nutzerkonten ab, um Werbung auf die Nutzer zuzuschneidern. „So handhaben das auch die meisten anderen Firmen, und wir wollen Werbetreibenden keine Anwenderdaten zur Verfügung stellen.“

Nutzer, die im Browser Do Not Track aktiviert haben, bekommen solche Werbung nicht zu sehen.

Kleine Änderungen in den „Display Requirements“ (Anzeigevorschriften) für Aggregationsdienste von Dritten sind, dass Nutzer unter 13 Jahren jetzt von jedem Tracking ausgeschlossen werden und dass Permalinks zu einzelnen Tweets nicht mehr mit dem Zeitstempel verbunden sein müssen. Solche Aggregatoren dürfen jetzt Tweets mit Überschriften, Status-Updates und Kommentaren anderer Angebote vermischen, wenn der User dies ausdrücklich so eingestellt hat.

Die Anforderungen sehen auch vor, dass beim ersten Besuch der fremden Site eine Datenschutzregelung angezeigt wird, wenn sie auf Twitter-APIs zugreift. Gleichzeitig untersagt Twitter, einen Download seiner Datensätze als Dienst anzubieten. Eine automatisierte Funktion zum Folgen oder nicht mehr Folgen mehrerer Anwender führt künftig zu einer Sperre.

[mit Material von Chris Duckett, ZDNet.com]

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Themenseiten: Datenschutz, Marketing, Soziale Netze, Twitter

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