Boston University reicht Patentklage gegen Apple ein

Sie richtet sich gegen iPhone, iPad und MacBook Air. Alle drei Produkte sollen ein 1997 gewährtes Patent des Universitätsprofessors Theodore Moustakas verletzen. Es beschreibt eine in Halbleitern verwendete Komponente.

Die Boston University, eine der führenden Universitäten in den USA, klagt bei einem Bezirksgericht in Massachusetts gegen Apple. Das Unternehmen aus Cupertino soll unerlaubt eine Chip-Technik benutzen, die Theodore Moustakas, Professor für Computertechnik, erfunden hat. Das berichtet der Boston Herald.

Apple-Logo

Das fragliche Schutzrecht 5.686.738, das 1995 beantragt und im November 1997 gewährt wurde, trägt den Titel „Highly insulating monocrystalline gallium nitride thin films“. Es beschreibt eine Komponente in Halbleitern, die Apple im iPhone, iPad und MacBook Air einsetzen soll. „Die Patentverstöße des Beklagten haben und werden weiterhin der Universität erheblichen und irreparablen Schaden zufügen“, heißt es in der Klageschrift. Galliumnitrid wird in der Optoelektronik unter anderem für blaue und grüne Leuchtdioden sowie für verschiedene Feldeffekttransistoren verwendet. Es ist auch für Sensorikanwendungen geeignet.

Dem Bericht zufolge ist es nicht das erste Mal, dass die Universität versucht, ihre Rechte an dem Patent durchzusetzen. Im vergangenen Jahr habe sie Klagen gegen mehrere andere Gerätehersteller eingereicht, darunter auch Amazon und Samsung.

Roger Kay, Analyst bei Endpoint Technologies Associates, vermutet laut Boston Herald, dass ein Vergleich oder ein Urteil zu ihren Gunsten der Boston University um die 75 Millionen Dollar einbringen könnte. „Gerichte können in solchen Fällen irrational sein“, zitiert die Zeitung den Analysten. „Manchmal erhält man diese lächerlichen Urteile und sie könnten glauben, dass Apple ein großes, reiches Unternehmen ist, das das ganze Geld nicht verdient.“

Weder Apple noch die Boston University wollten den Rechtsstreit kommentieren. Einer nicht näher genannten Quelle zufolge will die Universität jedoch nachweisen, dass mindestens ein Unternehmen die fragliche Komponente lizenziert hat und Gebühren dafür bezahlt. Das könne sich positiv auf die Chancen der Boston University auswirken, ergänzte Kay.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

Themenseiten: Apple, MacBook, Patente, Patentstreit, iPad, iPhone

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