Microsoft-Umstellungen: Ballmer plant Stühlerücken

Bloomberg zufolge könnte der Skype-Chef Tony Bates künftig für die Zusammenarbeit mit Entwicklern zuständig sein. Windows-Chefin Julie Larson-Green würde mit der Hardware-Entwicklung für das Gesamtunternehmen betraut. Eine offizielle Ankündigung ist vor 18. Juli zu erwarten.

Jüngste Gerüchte zur strategischen Neuausrichtung von Microsoft sprechen von einer Verschiebung der Kompetenzen in der Führungsriege. Bloomberg zufolge könnte der Skype-Chef Tony Bates künftig für die Zusammenarbeit mit Entwicklern zuständig sein, und Windows-Chefin Julie Larson-Green würde mit der Hardware-Entwicklung für das Gesamtunternehmen betraut.

Julie Larson-Green (Bild: Microsoft)

Außerdem soll der bisherige Windows-Phone-Chef Terry Myerson die Leitung einer Geschäftseinheit übernehmen, die Hardware- und Windows-Entwicklung vereinigt. Server-Chef Satya Nadella soll für eine Sparte mit Clouddiensten und anderen Business-Angeboten zuständig sein. Und schließlich werde es eine Entwicklungseinheit geben, die etwa für Bing, Office und Skype zuständig ist – unter der Führung von Online-Chef Qi Lu. Die offizielle Ankündigung ist Bloombergs Quellen zufolge für nächste Woche zu erwarten.

Die Microsoft-Expertin von ZDNet.com, Mary Jo Foley, kommentiert dazu, sie habe widersprüchliche Gerüchte zur konkreten Vergabe der Posten gehört. Als wahrscheinlich gelte eine Ankündigung vor den Ergebnissen des vierten Geschäftsquartals 2013 am 18. Juli. Die Sales-Konferenz Microsoft Global Exchange vom 16. bis 19. Juli könnte ein guter Anlass sein.

Microsoft

CEO Steve Ballmer hatte schon letztes Jahr eine Aufgliederung in Devices (Geräte) und Services angekündigt. Foley hält aber auch eine Dreiteilung Devices – Services – Software für möglich; schließlich verkaufe Microsoft weiter Software für die Installation vor Ort. Microsoft verfolge jedenfalls das Ziel, bisher in verschiedenen Divisionen untergebrachte Bereich wie Windows und Windows Phone zusammenzuführen. Fraglich ist daneben auch, ob dem Chef jeder Division weiter ein eigener CFO zur Seite stehen wird – eine Struktur, die Microsoft 2003 eingeführt hatte.

Auch eine Aufteilung in Business und Consumer soll in Erwägung gezogen worden sein. Foley hält dies angesichts verschwimmender Grenzen aber nicht für wahrscheinlich. Dass es zu einem Stühlerücken kommen wird, steht wohl außer Zweifel. Darauf deutet hin, dass etwa Andy Lees eine Auszeit genommen hat und Xbox-Chef Don Mattrick als CEO zu Zynga gewechselt ist – wahrscheinlich wegen fehlender Perspektiven bei Microsoft.

Auch ist die Umstellung für Microsoft notwendig, um schneller und flexibler zu werden. Zunehmend verfügen unterschiedliche Betriebssysteme und Geräte wie Windows, Windows Phone und Xbox über gemeinsame Oberflächen, gemeinsame Log-in-Zugänge oder auch gemeinsame App Stores. Gleichzeitig geht der Trend zu häufigeren Updates – gerade bei Online-Diensten, die die Geräte verbinden.

[mit Material von Don Reisinger, News.com, und Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Themenseiten: IT-Jobs, Microsoft, Office, Steve Ballmer, Windows

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