Microsoft gibt Ausblick auf Outlook RT

Mit der öffentlichen Preview von Windows RT 8.1 haben Tester erstmals Zugriff auf den E-Mail-Client für ARM-Tablets. Sie müssen gegenüber der Enterprise-Ausgabe von Outlook einige Einschränkungen hinnehmen. So fehlt etwa Support für bestimmte Postfach-Typen und Richtlinien.

Mit der öffentlichen Preview von Windows RT 8.1 haben Tester erstmals auch Zugriff auf die Vorabversion des E-Mail-Programms Outlook RT erhalten. In einem Blogeintrag erläutert Microsoft, welche Funktionen in der Version des Clients für ARM-basierte Tablets enthalten sind und welche nicht.

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Die Outlook-RT-App sei eine Live-Tile-Anwendung mit „ähnlichem Look und Funktionsumfang wie die Enterprise-Version von Outlook“, heißt es darin. Outlook 2013 RT könne sich mit Exchange Server 2007, 2010 oder 2013 verbinden, so lange der Autoermittlungsdienst (Autodiscover) richtig konfiguriert sei.

Da für Tablets aber einige Einschränkungen gegenüber anderen Geräten gälten, fänden sich einige Funktionen der Enterprise-Ausgabe von Outlook nicht in der RT-Version wieder, so der Softwarekonzern weiter. Verzichten müssen Nutzer etwa auf Unterstützung für die Postfach-Typen Online Archive, Personal Archive und Site sowie für Data-Loss-Prevention-Richtlinientipps. Es gibt auch keine Möglichkeit, MRM-Aufbewahrungsrichtlinien (Messaging Records Management) festzulegen oder ein Faxkonto hinzuzufügen.

In Outlook für Windows 8 können Entwickler Werkzeuge wie Visual Basic for Applications zum Erstellen und Ausführen von Makros sowie Erweiterungen nutzen. Für Outlook 2013 RT steht das Tool hingegen nicht zur Verfügung. Zudem fehlt Support für sogenannte Group Policy Objects, die IT-Administratoren in Unternehmen zur zentralen Verwaltung der Office-Software verwenden können.

Outlook 2013 RT integriert sich auch nicht mit Microsofts Messaging-Software Lync für Unternehmen. Gleiches gilt für SharePoint. Und schließlich werden Nutzer von Outlook 2013 RT keine E-Mails mit Information Rights Management (IRM) verfassen können. Dafür lassen sich aber mit Zugriffsrechten versehene Nachrichten lesen.

In dem Blogeintrag geht Microsoft auch auf die Lizenzbestimmungen von Outlook RT ein: „Windows RT 8 und Windows RT 8.1 Preview werden mit Office Home & Stundent ausgeliefert. Wenn Ihre Organisation ebenfalls kommerzielle Nutzungsrechte oder eine kommerzielle Lizenz für die Office-2013-Suite mit Outlook erworben hat, können Ihre Nutzer Outlook 2013 RT auch auf ihren RT-Geräten einsetzen.“

Outlook RT läuft auf Microsofts eigenem ARM-Tablet Surface RT sowie auf allen anderen ARM-basierten Geräten. Es ist laut Anbieter als Ergänzung und nicht als Ersatz für den integrierten Windows-Mail-Client von Windows 8 und Windows RT gedacht. Installation und Wartung von Outlook RT laufen genauso ab wie bei Outlook 2013.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Themenseiten: E-Mail, Microsoft, Windows RT

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3 Kommentare zu Microsoft gibt Ausblick auf Outlook RT

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  • Am 1. Juli 2013 um 11:21 von Mac-Harry.de

    Wozu? Der Marktanteil vom Surface kommt doch eh nicht aus dem Quark und MS hat nicht ansatzweise eine Chance gegen das iPad.

    • Am 1. Juli 2013 um 12:40 von MadMaddin

      Solche überflüssigen Kommentare können natürlich nur von der Konkurrenz kommen.
      Wie wäre es, wenn die Apple- und Android-Fankiddie-Fraktion einfach akzeptiert, dass sich Microsoft auf dem mobilen Markt langsam etabliert? System-Updates deswegen zu bashen, weil einem persönlich das OS nicht gefällt, ist absolut ein frei.

      • Am 1. Juli 2013 um 15:49 von Mac-Harry.de

        Immer wieder spannend zu lesen, wie Menschen in einer Demokratie Andere Menschen abkanzeln mit „überflüssige Kommentare“, aber gut, so ist das in einer Demokratie. Ich beobachte jedoch die Fakten und die hat IDC heute noch mal ganz klar bestätigt: Es geht weiter abwärts mit der PC-Industrie, während Apple mit seinem iPad eindeutig die Führungsspitze in diesem Segment übernommen hat. Microsoft kommt nicht ansatzweise hinterher oder sollen wir das mit 3,0 Prozent Marktanteil von Microsoft im Smartphonesegment messen? Die Zahlen sprechen eine sehr nüchterne und weniger emotionale Sprache, als „überflüssig“, „Fankiddi“, „bashen“

        tztztz …

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