BitTorrent: Raubkopien sind nicht unser Geschäftsmodell

Das Unternehmen weist Berichte über einen "BitTorrent-Piraterie-Rekord" als bloße Erfindung zurück. Angeblich hatte eine Episode der TV-Serie Game of Thrones über 5 Millionen Downloads erzielt. Tatsächlich habe BitTorrent ein Medien-Ökosystem mit 2 Millionen legalen und lizenzierten Medientiteln geschaffen.

BitTorrent wendet sich gegen den Eindruck, sein gleichnamiges Filesharing-Protokoll werde vor allem für Piraterie benutzt. „BitTorrent, das Open-Source-Protokoll wie das Unternehmen, wurde für Innovation geschaffen“, schreibt Matt Mason, Vice President of Marketing, in einem Blogeintrag. „Wir heißen Piraterie nicht gut.“

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Mason ist offenbar wenig amüsiert über eine große Zahl an Medienberichten, nach denen eine abschließende Episode der TV-Serie Game of Thrones für einen „BitTorrent-Piraterie-Rekord“ gesorgt habe – mit angeblich 5,2 Millionen illegalen Downloads weltweit. Er nennt das eine „bloße Erfindung“, da Piraterie „außerhalb des BitTorrent-Ökosystems“ erfolge.

„Wir halten keine Inhalte vor, die Urheberrechte verletzen“, argumentiert er. „Wir weisen nicht auf sie hin.“ Illegale Downloads von BitTorrent seien buchstäblich unmöglich. „Für Piraterie benötigt man mehr als ein Protokoll. Man braucht Suche, eine Piratensite mit Medieninhalten und eine Content-Verwaltung. Wir bieten nichts davon an. Wenn jemand BitTorrent für Piraterie einsetzt, dann macht er es falsch.“

Die Berichte über Piraterierekorde basieren laut Mason auf Zahlen von Websites, die „in keiner Verbindung zu BitTorrent, Inc. stehen“. Es handle sich daher höchstens um Internet-Piraterierekorde, nicht um BitTorrent-Piraterierekorde. Solche Berichte seien aber eine willkommene Gelegenheit, die Wahrheit über das zu sagen, was wirklich innerhalb von BitTorrent vorgeht.

Tatsächlich habe BitTorrent im Zusammenwirken mit Internet Archive, Künstlern, Labels und Studios über zwei Millionen legale und lizenzierte Medientitel zum Download über das eigene Protokoll zugänglich gemacht. „Wir haben ein legitimes Medien-Ökosystem geschaffen, um die Kluft zwischen Schöpfern und Fans zu überbrücken. Allein im Jahr 2012 wurden Titel aus dieser Sammlung 152 Millionen Mal heruntergeladen.“

Den echten BitTorrent-Rekord hält laut Mason außerdem nicht Game of Thrones, sondern die Kochshow Epic Meal Time mit bereits 8,6 Millionen Downloads in diesem Jahr. Die von ihren Schöpfern gerne und rechtmäßig über BitTorrent veröffentlichte Show habe damit die angeblichen Download-Zahlen von Game of Thrones weit übertroffen.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

Themenseiten: Bittorrent, Internet, Tauschbörse, Torrent

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