Durchgesickert: IE11 wird WebGL und SPDY unterstützen

Beide Webstandards hatte Microsoft zunächst abgelehnt und Alternativen vorgeschlagen. Die nächste Version des Internet Explorer kommt mit Windows 8.1. Der SmartScreen-Filter für Downloads wird sich darin ausschalten lassen.

Am Vorabend von Microsofts Hausveranstaltung Build 2013 sind Details des in Windows 8.1 enthaltenen Browsers Internet Explorer 11 durchgesickert. Er wird demnach jüngste Webtechniken wie WebGL und das Google-Protokoll SPDY unterstützen. Die Angaben stammen von einem Mitglied des Microsoft Developer Network.

Internet Explorer

Die von Microsoft-News.com veröffentlichten Informationen dürften einige überraschen. WebGL vor allem hatte Microsoft ursprünglich abgelehnt. „Wir glauben, dass WebGL zu einer Quelle für schwer zu schließende Sicherheitslücken wird“, schrieb der Softwarekonzern im Juni 2011 in einem Blogeintrag. Aus Sicherheitsgründen könne Microsoft die Technik nicht unterstützen, hieß es darin weiter. Der Standard hilft Browseranwendungen, Hardware-Grafikbeschleunigung zu nutzen.

Auch die Verwendung von Googles SPDY stellt Microsofts bisherige Browserpolitik beinahe auf den Kopf. Es handelt sich um ein Protokoll, das Ladezeiten verkürzt, indem es Anfragen an Websites und Site-Header modifiziert. Im März 2012 beabsichtigte Microsoft noch, SPDY mit WebSockets zu kombinieren und so eine Alternative ins Rennen zu werfen. Das eigene Projekt taufte es auf den Namen „HTTP Speed+Mobility“. Jetzt wurde es offensichtlich endgültig auf Eis gelegt.

Der Informant des Blogs bestätigte auch, dass Windows 8.1 direkt den Desktop booten könne. Der SmartScreen-Filter für Downloads in IE11 werde sich ausschalten lassen, und auch die erwarteten Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge werden Teil von IE11 sein.

Allerdings stimmt nachdenklich, dass der Bericht einige Fehlinformationen enthält. So war „Flip Ahead“, das bei mehrseitigen Artikeln Folgeseiten vorab lädt, um schnellere Navigation zu ermöglichen, schon in IE10 enthalten. Gleiches gilt für die Wiederherstellung von Tabs der letzten Sitzung, und das als Neuheit angekündigte „Add site zu Apps“ scheint nichts als ein umbenanntes „Add sites to Start screen“ (Websites dem Startbildschirm hinzufügen) in IE10 zu sein.

[mit Material von Seth Rosenblatt, News.com]

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Themenseiten: Browser, Internet Explorer, Microsoft, Webentwicklung

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