Facebook arbeitet angeblich an eigenem News-Reader

Ähnlich wie Flipboard soll er aktuelle Meldungen aus dem Social Network zusammenfassen und für Mobilgeräte optisch neu aufbereiten. Intern heißt das von CEO Mark Zuckerberg begleitete Projekt einfach "Reader". Die Arbeiten daran laufen laut WSJ schon seit über einem Jahr.

Facebook plant offenbar einen eigenen News-Reader nach dem Vorbild von Flipboard. Der intern einfach „Reader“ genannte Service soll Inhalte von Facebook-Nutzern sowie anderen Quellen für Mobilgeräte optisch neu aufbereiten, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit dem Projekt vertrauten Personen berichtet.

Wie auf Twitter verbreiten Anwender auch auf Facebook oft Eilmeldungen zu aktuellen Ereignissen. Diesen Umstand will das Social Network nun wohl mit einem eigenen News-Reader nutzen. Die Arbeiten an dem Projekt laufen nach Informationen des Wall Street Journal schon seit über einem Jahr. CEO Mark Zuckerberg soll es persönlich beaufsichtigen.

Facebook will verstärkt Mobilnutzer ansprechen (Bild: Jared Kohler/CNET).Facebook will verstärkt Mobilnutzer ansprechen (Bild: Jared Kohler/CNET).

Noch unklar ist, ob der Reader in die Facebook-App und mobile Website integriert oder als eigenständige Anwendung verfügbar sein wird. Im letzteren Fall wird es zunächst wohl nur eine App für iOS geben, eine Android-Version erwähnt der WSJ-Bericht nicht. Mit Mike Matas ist einer der Designer der originalen Benutzeroberfläche von iPhone und iPad als führender Designer für das Projekt tätig.

Einen Starttermin nannten die Quellen des WSJ nicht. Das Reader-Projekt sei aber ein klares Anzeichen dafür, dass Facebook seine Nutzer dazu bringen will, auf Mobilgeräten mehr Zeit mit seinem Angebot zu verbringen – und mehr Anzeigen zu sehen. Ein Facebook-Sprecher wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

TechCrunch hatte schon vor einer Woche gemutmaßt, dass Facebook einen RSS-Reader vorstellen wird, da dazu passender Code in Facebooks Graph-API entdeckt worden war. Dieser zeigt, dass der RSS-Feed mit der Facebook-ID eines Nutzers verknüpft ist und auch Details wie Titel, URL und Zeitpunkt der Veröffentlichung von Einträgen enthält. Die angepeilte Termin 20. Juni verstrich jedoch ohne eine Ankündigung.

Facebook versucht schon länger, den Trend zur mobilen Internetnutzung für sich zu nutzen, indem es sein mobiles Anzeigengeschäft verstärkt. Im April stellte es die App-Sammlung Facebook Home vor, die sich mit einer eigenen Oberfläche über Android legt.

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Themenseiten: Facebook, Soziale Netze

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