Gartner: Anteil der Cloud-Nutzer am Office-Markt steigt bis 2017 auf 33 Prozent

Derzeit gibt es nur etwa 50 Millionen Nutzer cloudbasierter Office-Lösungen. Das entspricht einem Anteil von acht Prozent. Bis 2022 soll die Zahl auf 695 Millionen ansteigen. E-Mail ist Gartner zufolge das entscheidende Kriterium beim Umzug in die Cloud.

Gartner schätzt, dass Unternehmen erst ab der ersten Hälfte 2015 verstärkt auf cloudbasierte Office-Systeme setzen werden. Bis 2017 sollen 33 Prozent der Mitarbeiter E-Mail und Office-Anwendungen in der Cloud nutzen. Behauptungen, wonach schon jetzt viele Organisationen auf Cloud-Lösungen umsteigen, widersprechen die Marktforscher ausdrücklich.

Gartner

„Trotz des Hypes rund um die Migration zur Cloud gibt es in Abhängigkeit zur Größe der Organisation, der Branche, der Lage und spezifischen Anforderungen weiterhin enorme Unterschiede bei den Umzugsraten“, erklärt Tom Austin, Vizepräsident und Gartner Fellow. „Obwohl Anfang 2013 nur 8 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen Cloud-Office-Systeme einsetzten, erwarten wir, dass die Zahl der Nutzer bis 2022 auf 695 Millionen ansteigt, was 60 Prozent entspricht.“ Derzeit gebe es 50 Millionen Nutzer cloudbasierter Office-Lösungen.

E-Mail sei weltweit weiterhin das wichtigste Kommunikationswerkzeug. Die Bedeutung von Communities und Team-Sites nehme aber stetig zu, heißt es weiter in der Studie. Trotzdem sei E-Mail das entscheidende Kriterium beim Umzug eines Office-Systems in die Cloud. Bis Ende 2014 würden mindestens 10 Prozent der Enterprise-Kunden E-Mail in der Cloud oder als Software-as-a-Service nutzen. Bis Ende 2017 steige diese Zahl auf mindestens ein Drittel.

Seit dem Start von Cloud-Office-Systemen 2007 habe sich zudem die Zahl der Geräte, mit denen Nutzer auf webbasierte Anwendungen zugreifen könnten, deutlich erhöht. Vor sechs Jahren hätten sich Anwender auf ein Gerät beschränkt, heute griffen sie oftmals per Smartphone und Tablet sowie ihrem geschäftlichen und privaten PC auf die Cloud zu. Diese Entwicklung begünstige den Umstieg auf die Cloud, weil dann Kosten für die Installation, Verwaltung und Aktualisierung lokaler Software wegfielen.

Als weiteren Aspekt zugunsten der Cloud nennt Gartner die anfallenden Lizenzkosten. Das gelte vor allem bei Preismodellen, die per Nutzer abgerechnet würden, da hier keine Lizenzen für die unterschiedlichen Geräte eines Anwenders angeschafft werden müssten. Für Firmen, in denen sich mehrere Mitarbeiter ein Gerät teilten, seien allerdings Lizenzen per Gerät günstiger.

Zu den Branchen, die laut Gartner wahrscheinlich als erste auf ein cloudbasiertes Office umsteigen werden, gehören Fertigung, Handel sowie Hotels und Gastronomie. Bei Unternehmen aus dem Rüstungsbereich, dem Gesundheitswesen und dem Finanzsektor sei ein baldiger Umstieg aufgrund der regulatorischen Auflagen hingegen eher unwahrscheinlich.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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