HTC One kommt im Sommer mit reinem Android ohne Sense-Oberfläche

Damit folgt HTC dem Beispiel Samsungs, das sein Flaggschiff-Smartphone Galaxy S4 ebenfalls in einer Variante mit Stock-Android anbieten wird. Allerdings basieren viele Funktionen des HTC One direkt auf der Sense-Software.

HTC will künftig eine Google Edition seines Flaggschiff-Smartphones HTC One anbieten, voraussichtlich aber nur in den USA. Sie verzichtet auf die hauseigene Sense-Oberfläche und nutzt stattdessen Stock-Android, also wie Googles Nexus-Geräte die originale Version des Betriebssystems.

Samsung Galaxy S4 und HTC One kommen bald mit Stock-Android (Bild: Sarah Tew / CNET.com)Samsung Galaxy S4 und HTC One kommen bald mit Stock-Android (Bild: Sarah Tew / CNET.com)

Schon am Freitag tauchten Gerüchte um eine Variante des HTC One ohne die typische Sense UI auf. Geek.com hatte sogar von einer offiziellen Ankündigung innerhalb der nächsten zwei Wochen berichtet. Eine Quelle von News.com bestätigte jetzt, dass HTC tatsächlich eine Google Edition seines Topmodells plane. Der Marktstart sei für Sommer vorgesehen.

Bisher hat HTC darauf gebaut, sich mit seiner Sense-Oberfläche von anderen Android-Produkten abzuheben. Mit einer Sense-freien Version des HTC One geht es nun denselben Schritt wie Samsung. Dieses hatte auf der Google I/O in San Francisco überraschend eine Variante seines Galaxy S4 mit reinem Android ohne die bekannte TouchWiz UI angekündigt. Sie wird in den USA für 649 Dollar über Google Play vertrieben. Größter Vorteil für die Nutzer ist, dass sie wie bei den Nexus-Geräten stets die neueste Android-Version erhalten. Andererseits steht aber auch für das aktuelle Modell bereits die Custom Rom CyanogenMod 10.1 auf Basis von Android 4.2.2 zur Verfügung. Dafür muss das Gerät allerdings gerootet werden.

Im Fall des HTC One kann der Verzicht auf die Sense-Oberfläche aber auch einen Nachteil bedeuten. Denn die HTC-Software liefert viele Zusatzfunktionen, die mit Stock-Android in dieser Form nicht zur Verfügung stehen. Dazu zählen diverse Fotos- und Videofeatures, die erweiterte Lautstärkesteuerung BoomSound, BlinkFeed, Mail und Notes sowie eine Fernbedienungsfunktion.

Seit dem Marktstart im März hat HTC rund fünf Millionen Einheiten des One verkauft. Das erklärte kürzlich ein nicht genannter Manager des taiwanischen Handyherstellers gegenüber dem Wall Street Journal. Einen Ausbau der Fertigungskapazitäten hatte HTC schon in der vorletzten Woche angekündigt.

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

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Themenseiten: Android, CyanogenMod, Google, HTC, Smartphone

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2 Kommentare zu HTC One kommt im Sommer mit reinem Android ohne Sense-Oberfläche

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  • Am 28. Mai 2013 um 15:10 von Thorsten

    Warum werden diese Teile eigentlich immer größer und unhandlicher?

    Das wollen die User doch bestimmt nicht oder?
    Macht doch mal bitte jemand eine Umfrage?
    Die größe des HTC HD 2 ist ideal. (HxBxT), 120.5 x 67 x 11

    • Am 30. Mai 2013 um 9:39 von Thomas

      ….weil die Asiaten groß toll finden und sie selbst nicht nachvollziehen können warum Europäer es lieber kleiner möchten. Ich selbst suche ein Gerät in der angegebenen Größe.
      Etwas OT:

      Leider unterstützt kein Smartphone Hersteller in der 4″ (Größe ca. 12x * 65 * 10mm) rSAP welches für deutsche Premium Autofreisprechanlagen gefordert wird. S3 mini oder S4 mini wäre in der Größe OK, allerdings nicht rSAP fähig. Das S3 / S4 kann rSAP und ist damit kompatibel zu den Premium Freisprechanlagen der dt. Auto Herstellern. Da S3 Mini suggeriert dem Verbraucher die gleichen Eigenschaften zu besitzen wie das große S3, irrtum rSAP ist nicht enthalten. Hier wird der Verbraucher in die Irre geführt!
      Dem S4 Mini ergeht es ebenso. Rooten will ich nicht um nachträglich rSAP zu installieren.
      HTC One S3 / S4 weisen Monstergrößen auf, ist halt was für Damenhandtaschen und pubertierende Jugendliche :)
      Auch das eiFöhn beherscht kein rSAP, hätte aber eine handliche Größe
      Anmerkung:
      Vereinfacht ausgedrückt: Mit rSAP telefoniert man über die vom Werk vorgesehene Außenantenne. Alternativ steht das Hand Free Protokoll zur Kopplung zur Verfügung. Die Spachqualität während der Autofahrt ist jedoch bei HFP bescheiden, bei rSAP dagegen sehr gut.
      Bei der Audi Kompatibilitätsliste stehen 41 Geräte (Handys) zur Auswahl die rSAP unterstützen. Davon sind ca. 30 Nokia Symbian Geräte und nur 4 oder 5 Android Geräte mit Monstergrößen made by Samsung. Frustrierend

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