Auch Google angeblich an Social-Traffic-App Waze interessiert

Der Internetkonzern will für das israelische Start-up laut Bloomberg rund eine Milliarde Dollar zahlen. Jetzt könnte sich ein Bieterkrieg mit Facebook entwickeln, das ebenfalls in Verhandlungen mit Waze stehen soll. Dessen App ermittelt aktuelle Verkehrsinfos via Crowdsourcing.

Nach Facebook hat jetzt auch Google Interesse an dem israelischen Kartendienst Waze angemeldet, der per Crowdsourcing aktuelle Verkehrsinformationen ermittelt. Wie das Social Network ist der Internetkonzern offenbar bereit, gut eine Milliarde Dollar für den Service auszugeben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Quellen.

Waze für iPhone (Bild: Waze)

Sollten die Informationen korrekt sein, könnte sich zwischen Google und Facebook ein Bieterkrieg um Waze entwickeln. Ein Sprecher des Kartendienstes wollte sich gegenüber News.com nicht direkt zu dem Bericht äußern. Er teilte lediglich mit, man kommentiere keine Gerüchte und Spekulationen.

Google könnte mit Waze seine eigenen Kartendienste verbessern. Vielleicht will es aber auch nur den Rivalen Facebook aus seinem Revier halten, mit dem es um Mobil-Umsätze kämpft. Möglicherweise ist es auch eine Mischung aus beidem, die den Internetkonzern zu einem Kaufangebot für Waze motiviert.

Noch scheinen die Verhandlungen aber in einer frühen Phase zu sein. Laut Bloomberg sondiert Waze mehrere Optionen, die von einem Verkauf bis zum Sammeln von Risikokapital reichen. Letzteres würde dem Start-up ermöglichen, weiterhin unabhängig zu bleiben. 2011 erhielt es in einer Finanzierungsrund 30 Millionen Dollar. Zu seinen Investoren zählt auch Microsoft.

Waze verfügt über 47 Millionen aktive Nutzer und damit gut doppelt so viele wie noch vor einem knappen Jahr. Seine Mobile-App ist insbesondere in den USA populär. Die Anwender stellen sich gegenseitig Verkehrsinformationen in Echtzeit zur Verfügung. Der Dienst erstellt daraus eine optimierte Routenberechnung zur Stauvermeidung. Nutzer können außerdem auf Besonderheiten hinweisen – etwa Polizei- und Geschwindigkeitskontrollen oder Unfälle.

[mit Material von Jennifer Van Grove, News.com]

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Themenseiten: Facebook, Google, Navigation, Übernahmen

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