Google erweitert Maps um personalisierte Karten

Sie passen sich bei jedem Klick auf ein Suchergebnis oder eine Ortsmarke automatisch an. Google Maps vergleicht nun auch verschiedene Verkehrsmittel wie Auto und Eisenbahn. Neu ist zudem eine 3D-Ansicht ohne Zusatzsoftware oder Browser-Plug-in.

Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2013 eine neue Version seines Kartendiensts Maps vorgestellt. Nutzer erhalten nun bei jeder Suche eine personalisierte Karte, die laut Google für den Nutzer wichtige Details wie Restaurants und Sehenswürdigkeiten enthält. „Das ist einfach und leistungsfähig. Die Karte ist das User Interface“, sagte Bernhard Seefeld, Product Management Director für Google Maps, während der Präsentation.

Als Beispiel nennt Google eine Karte mit einer Wegbeschreibung zum Haus eines Freundes, die nur die Straßen zeigt, die benötigt werden, um das Ziel zu erreichen. Die neuen, an Google Now angelehnten „Info-Karten“ liefern Details zu Wegpunkten wie Öffnungszeiten, Bewertungen und Links zu Street View. Die Navigation vergleicht zudem verschiedene Verkehrsmittel wie Auto und Eisenbahn miteinander, was dem Nutzer helfen soll, die effizienteste Strecke zu finden.

Google MapsGoogle Maps vergleicht künftig auch die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel wie Auto und Eisenbahn (Bild: Google).

Google hat auch die Oberfläche seines Kartendiensts überarbeitet. Das Suchfeld befindet sich nun nicht mehr oberhalb, sondern innerhalb der Karte. Bei einem Klick auf ein Suchergebnis passt sich die Karte automatisch an, um beispielsweise interessante Orte in der Nähe vorzuschlagen. Die Suche liefert aber auch soziale Ergebnisse wie Empfehlungen von Freunden.

Das neue Interface gibt auch Zugriff auf eine 3D-Ansicht, für die nach Unternehmensangaben weder zusätzliche Software noch ein Browser-Plug-in benötigt wird. Allerdings muss der Browser WebGL unterstützen. „Das 3D-Erlebnis von Google Earth ist direkt in die neuen Karten integriert, sodass ihr auch hier jetzt durch Städte fliegen, in Schluchten eintauchen und auf Berge klettern könnt“, schreibt Seefeld in einem Blogeintrag.

Darüber hinaus können Nutzer Google Maps nun selbst um Photosphere-Bilder erweitern, was Google als „nutzergeneriertes Street View“ bezeichnet. Google verspricht auch, dass Maps aus den Informationen lernt, die ein Nutzer liefert, wenn er Orte markiert oder Empfehlungen schreibt. „Anders ausgedrückt: Je mehr ihr Maps nutzt, desto persönlicher werden die Karten für euch“, heißt es weiter.

Bisher liegt das neue Google Maps nur als Testversion vor. Nutzer müssen sich zuerst bei Google registrieren und eine Einladung anfordern, bevor sie sich die Neuerungen ansehen können. Einen Zeitplan für den Start der finalen Version nannte das Unternehmen nicht.

[mit Material von Josh Lowensohn, News.com]

Themenseiten: GPS, Google, Google I/O, Google Maps, Navigation

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