Nokia startet günstige Smartphone-Reihe mit Mobilbetriebssystem „Asha“

Erstes Modell mit dem neuen OS ist das Asha 501. Es kommt mit 3-Zoll-Display, 3,2-Megapixel-Kamera, SD-Kartenslot und Nokia Xpress Browser. Das Betriebssystem selbst basiert auf mit der Firma Smarterphone zugekaufter Software.

Nokia hat mit dem Asha 501 ein erstes Modell einer Reihe günstiger Smartphones vorgestellt, die das neu entwickelte Mobilbetriebssystem Asha verwendet. Bisher erschienene Asha-Handys wie das zuletzt vorgestellte Asha 210 nutzen Nokias S40 als Betriebssystem.

Anders als die Lumia-Geräte, die mit Smartphones von Apple und Samsung konkurrieren, richten sich die einfacheren Asha-Modelle an Einsteiger – oder an Kunden in Ländern mit niedrigem Durchschnittseinkommen. Aus diesem Grund dürfte Nokia zur Vorstellung seiner neuen Strategie und des Asha-Betriebssystems für Billig-Smartphones auch Indiens Hauptstadt Neu Dehli gewählt haben.

Das Asha 501 ist Nokias erstes Billig-Smartphone mit dem neuen OS Asha (Bild: Nokia).Das Asha 501 ist Nokias erstes Billig-Smartphone mit dem neuen OS Asha (Bild: Nokia).

Das OS Asha basiert auf Software, die Nokia 2012 mit der Firma Smarterphone übernommen hat. Darauf laufen Java- und Web-Anwendungen. Ein passendes Entwicklerwerkzeug will Nokia nachreichen.

Von Partnern wie CNN, Facebook, Foursquare, LinkedIn, Nimbuzz, Twitter und WhatsApp sowie den Spieleentwicklern Electronic Arts, Gameloft, Indiagames, Namco-Bandai und Reliance Games hat Nokia bereits die Zusage, dass sie Apps für die neue Plattform entwickeln werden. Nokias Kartendienst Here wird mit Basiskartenmaterial ebenfalls als Download für das Nokia Asha 501 verfügbar sein.

Festhalten will Nokia an der vielfältigen Farbgebung, mit denen es schon die Lumia-Serie von Windows Phones beworben hat. Auch die von früheren Nokia-Telefonen bekannte Tradition robuster Bauweise verspricht der Hersteller wieder aufleben zu lassen. Das Nokia Asha 501 besteht aus einem robusten, abnehmbaren Cover und einem kratzfesten Glas-Display.

Die Bedienung erfolgt überwiegend mittels Wischgesten und der Wahl zwischen den zwei Hauptbildschirmen „Home“ und „Fastlane“. Als Home bezeichnet Nokia die traditionelle Icon-basierte Ansicht. Fastlane orientiert sich dagegen am Nutzerverhalten. Dort werden kürzlich verwendete Kontakte, Soziale Netze und Apps hinterlegt. So soll der schnelle Zugriff auf bevorzugte Features gewährleistet sein.

Vorinstalliert ist der Nokia Xpress Browser, der Internetdaten komprimiert, um mobiles Browsen schneller und kostengünstiger zu machen – zu dem Preis allerdings, dass Surfdaten über Nokias Server laufen. Ebenfalls aus Sicht der Privatsphäre zweischneidig ist das neu angekündigte Nokia Xpress Now. Diese Web-Applikation empfiehlt Inhalte auf Basis des aktuellen Standorts, der Vorlieben des Nutzers und von Nokia ermittelter Trends. Nokia Xpress Now ist allerding ein optional installierbares Feature und nicht fest an das Betriebssystem gekoppelt.

Das Asha 501 kommt mit einem drei Zoll großen Touchscreen und einer einzelnen Hardware-Taste, dem „Zurück“-Button. Das Telefon wird als Single-SIM oder Dual-SIM-Variante mit EasySwap erhältlich sein. Bemerkenswert ist die von Nokia angegebene Standby-Zeit von bis zu 48 Tagen. Sie reduziert sich bei der Verwendung einer zweiten SIM-Karte auf 26 Tage. Die Sprechzeit gibt Nokia mit bis zu 17 Stunden an.

Eine integrierte Kamera nimmt Bilder mit 3,2 Megapixeln auf. Diese lassen sich auf der zum Lieferumfang gehörenden 4 GByte großen Speicherkarte oder auf einer selbstgekauften, bis zu 32 GByte fassenden Karte unterbringen.

Das Telefon misst 9,9 mal 5,8 mal 1,2 Zentimeter und wiegt 98 Gramm. Zur Kommunikation steht neben Mobilfunk auch WLAN zur Verfügung. Das Telefon soll in den Farben Rot, Grün, Cyan, Gelb, Weiß und Schwarz angeboten werden. Als Preis sind 99 Euro anvisiert. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für das dritte Quartal 203 geplant.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Themenseiten: Betriebssystem, Nokia, Smartphone

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1 Kommentar zu Nokia startet günstige Smartphone-Reihe mit Mobilbetriebssystem „Asha“

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  • Am 15. Mai 2013 um 8:39 von Adolf Schmidt

    Passt!

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