Panda Security: 23 Prozent der deutschen PCs mit Malware infiziert

Die Bundesrepublik erreicht in dieser Wertung Rang 7. Die wenigsten Infektionen trafen Sicherheitsforscher in Finnland und Schweden an. China ist das einzige Land mit mehr als 50 Prozent Malware-Befall.

Deutschland ist unter den zehn Ländern mit dem geringsten Malware-Befall (Diagramm: PandaLabs).Deutschland ist unter den zehn Ländern mit dem geringsten Malware-Befall (Diagramm: PandaLabs).

Die Forscher von Panda Security haben in ihrem Malware-Report fürs erste Quartal 2013 konstatiert, dass sich auf 22,94 Prozent aller PCs in Deutschland Schadsoftware befindet. Damit ist Deutschland unter den zehn Nationen mit der geringsten Infektionsquote. Es führt Finnland mit 17 Prozent vor Schweden mit 20 Prozent und der Schweiz mit 20,99 Prozent.

Am anderen Ende der Skala findet sich China als einziges Land mit mehr als 50 Prozent Infektionsquote. Ecuador kommt auf 41,01 Prozent, die Türkei auf 40,38 Prozent. Die Top Ten der von Malware am stärksten betroffenen Länder komplettieren Argentinien (37,77 Prozent), Peru (37,43 Prozent), Taiwan (36,48 Prozent), Russland (36,21 Prozent), Polen (33,79 Prozent), Spanien (33,58 Prozent) und Brasilien (33,45 Prozent). Aber auch Italien liegt mit 31,97 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt von 31,13 Prozent.

Die Forscher des Anbieters von Sicherheitssoftware fanden in dem Dreimonatszeitraum 6,5 Millionen neue Malware-Muster. Damit setzt sich der Trend hin zu immer mehr unterschiedlichen Schadprogrammen fort. Fast drei Viertel waren Trojaner, die Luis Corrons von den PandaLabs als „Waffe der Wahl für Cyberschurken“ bezeichnete. Sie waren zugleich für fast 80 Prozent der Infektionen verantwortlich.

Bei Infektionen gefundene Malware-Typen (Diagramm: PandaLabs)Bei Infektionen gefundene Malware-Typen (Diagramm: PandaLabs)

Trojaner können sich zwar nicht selbst replizieren, doch immer wieder treten massive Infektionswellen über kompromittierte Websites auf. Dabei werden Lücken in Java, Adobe Flash und Reader oder ähnlichen Programmen genutzt, die eine Installation des Schadprogramms ohne Interaktion mit dem Nutzer zulassen.

Panda zufolge können Kriminelle auf diese Weise nicht nur tausende Rechner in wenigen Minuten kompromittieren, sondern auch auf den einzelnen Besucher reagieren. Beispielsweise sei es möglich, je nach Standort und Betriebssystem des Website-Besuchers einen passenden Trojaner auszuwählen, heißt es in dem Bericht.

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