Microsoft bereitet Windows-as-a-Service vor

Es handelt sich um ein Cloud-Pendant zu Remote App und Remote Desktop. Das Produkt der Sparte Server and Tools trägt den Codenamen "Mohoro". Microsoft hat sich die Domains mohoro.com und mohoro.net reserviert, will das "Gerücht" aber nicht offiziell bestätigen.

Microsoft arbeitet an einem Angebot für Desktop-as-a-Service, das es in seiner Azure-Cloud hosten wird. Quellen von ZDNet USA berichten, dass es den Codenamen Mohoro trägt und noch in einer frühen Entwicklungsphase steckt. Die Abrechnung wird nutzungsabhängig erfolgen. Microsoft wollte das „Gerücht“ auf Nachfrage offiziell nicht bestätigen.

Windows

Mohoro heißt in der realen Welt eine Stadt auf der Inselgruppe der Komoren, die zwischen Madagaskar und dem afrikanischen Festland im indischen Ozean liegt. Dies passt zur Entwicklung des Angebots in Microsofts indischem Entwicklungscenter, wie eine Quelle erwähnt. Microsoft hat sich außerdem die Domains mohoro.com und mohoro.net reserviert.

Wie Windows Intune – ebenfalls ein Dienst von Microsoft – kommt Mohoro aus der Microsoft-Sparte Server and Tools. Intunes soll aber – soweit bekannt – erst noch auf Azure umgezogen werden. Schon heute nutzt es Windows Azure Active Directory als Verzeichnis- und Authentifizierungsdienst. Den Informationen von ZDNet.com zufolge könnte Mohoro eine Cloudversion von Remote Desktop/Remote App sein – so wie Windows Intune die Cloud-Entsprechung zu System Center ist. Eine Quelle beschrieb Mohoro nämlich als „Remote App als gehosteter Dienst“.

Firmen könnten Mohoro also nutzen, wenn sie Thin Clients einführen oder alte Anwendungen auf neuen PCs ausführen wollen. Bisher sind für diese Aufgaben eigene Server nötig. „Mit Mohoro klickt man auf ein paar Buttons, richtet die Apps ein, nutzt Intunes, um die Konfiguration auf alle Geräte im Unternehmen anzuwenden, und ist fertig“, erzählt eine Quelle.

Bisher hat Microsoft mehrere Möglichkeiten im Programm, um Anwendern aus der Ferne Zugriff auf ihre Windows-Desktops zu geben – beispielsweise das bereits erwähnte Remote App/Remote Desktop für den Zugriff auf einen entfernten PC. Wichtig ist dies vor allem für Windows RT, das Anwendern nur auf diese Weise eine Möglichkeit einräumt, ältere Win32-Anwendungen auszuführen. Die Lizenzierung ist allerdings äußerst komplex, und der Dienst erfordert Zugriff auf eine Server-Infrastruktur im Hintergrund.

Eine Virtualisierung von Windows-Clients in Azure ist dagegen noch nicht möglich. Die jüngst eingeführten Virtuellen Maschinen lassen Kunden nur die Wahl zwischen Windows Server und Linux. Auch Partnern gestattet Microsoft bisher nicht, Windows 7 als gehosteten Client oder auch Office-as-a-Service auf Basis von Windows 7 anzubieten. Das wurde im Zuge der Streitigkeiten mit OnLive vergangenes Jahr klar.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Themenseiten: Cloud-Computing, Desktop, Microsoft, SaaS, Thin Client, Virtualisierung, Windows 7, Windows Azure

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