München testet kostenloses WLAN auf dem Marienplatz

Seit heute läuft der Probebetrieb, in dem Nutzerakzeptanz, Nutzungsintensität und Lastprofile getestet werden sollen. Bei einem erfolgreichen Abschluss könnte das Gratis-WLAN auf andere Plätze ausgedehnt werden. Der Stadtrat will Mitte Mai darüber entscheiden.

Die Stadwerke München (SWM) haben in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsanbieter M-net und dem Stadtportal muenchen.de einen frei zugänglichen, kostenlosen WLAN-Zugang in der Münchner Innenstadt realisiert. Das Projekt ist auf den Marienplatz begrenzt und läuft zunächst im Probebetrieb, in dem unter anderem Nutzerakzeptanz und Nutzungsintensität sowie Lastprofile getestet werden sollen.

SWM-Wirtschaftsreferent Dieter Reiter hat das M-WLAN auf dem Münchner Marienplatz als erster getestet (Bild: SWM).SWM-Wirtschaftsreferent Dieter Reiter hat das M-WLAN auf dem Münchner Marienplatz als erster getestet (Bild: SWM).

„Mit diesem neuen Service unterstreichen wir den Anspruch Münchens als Technik-Standort“, sagte Dieter Reiter, Betreuungsreferent der SWM, nach einem ersten Test des kostenlosen WLAN-Netzes. „Vom frei zugänglichen WLAN-Angebot zum Nulltarif werden Einheimische und Besucher gleichermaßen profitieren.“ Jetzt müsse der Stadtrat entscheiden, ob und in welchem Umfang es ausgebaut werden soll. Nach einem positiven Verlauf der Testphase komme eine Ausdehnung auf weitere zentrale Plätze wie den Stachus in Betracht.

Laut den SWM wird sich der Münchner Stadtrat Mitte Mai mit der Thematik befassen und grundsätzliche Entscheidungen zum Ausbau des WLAN-Netzes an zentralen Punkten treffen. Verschiedene Anträge lägen bereits seit längerer Zeit vor.

Um sich in das kostenlose WLAN einzuwählen, muss der Nutzer auf seinem Mobilgerät unter den WLAN-Einstellungen nach verfügbaren Netzwerken suchen und „M-WLAN“ auswählen. Anschließend muss er im Browser noch den Nutzungsbedingungen zustimmen. Akzeptiert er diese, wird er zu der Startseite mit den Online-Angeboten von M-net, muenchen.de und SWM weitergeleitet. Von hier aus kann er dann kostenlos auf das Internet zugreifen.

In Berlin steht schon seit Oktober 2012 ein öffentliches Gratis-WLAN zur Verfügung. An ausgewählten Straßen und Plätzen in den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg betreiben die Partner des Pilotprojekts, Kabel Deutschland und die Medienanstalt Belin-Brandenburg (mabb), 44 Zugangspunkte. Allerdings ist die Nutzungszeit pro Anwender derzeit noch auf 30 Minuten pro Tag beschränkt.

Die Startseite von M-WLAN (Bild: SWM)Die Startseite von M-WLAN (Bild: SWM)

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9 Kommentare zu München testet kostenloses WLAN auf dem Marienplatz

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  • Am 29. April 2013 um 21:34 von lutz haeussler

    Deutschland ist international nur noch ne Lachnummer. Ich war jetzt in Rumänien da gibt es in jeder bar Kneipe Tankstelle Toilette kostenloses WLAN ohne Akzeptanzuntersuchung und bla. Schlimm dass so kinderkram in Deutschland eine Schlagzeile wert ist.

    • Am 29. April 2013 um 23:27 von Gerald

      @Lutz: In Rumänien gibt es wohl auch weniger Abmahn-Anwälte…

    • Am 30. April 2013 um 15:06 von Pty 507

      … und ich bin in Lateinamerika (Panama City) dort haben wir schon seit 2008 in jedem Park, vor jeder Schule oder Bibliothek free WLAN.

  • Am 30. April 2013 um 8:36 von fanfing

    Im Januar auf Madeira gewesen – kostenloses WLAN in fast jedem Ort an zentralen Plätzen und sogar am Strand

  • Am 30. April 2013 um 11:25 von Andy

    Solange M-Net kein Tochterunternehmen der Telekom ist… :) Freies WLAN = viel Traffic ;) würde der Stadt bisschen was kosten :P

  • Am 30. April 2013 um 15:51 von Melinda Koppers

    Warum müsst Ihr in Euren Kommentaren schon wieder krätzen? Nehmt es doch einfach mal als positiv hin, dass wir jetzt das Angebot „kostenloses WLAN am Marienplatz“ haben – unabhängig davon, was in anderen Ländern gängige Praxis ist oder eben auch nicht…

  • Am 30. April 2013 um 17:29 von coke

    … und selbst wenn schon ganz Griechenland kostenloses WLAN hat, freue ich mich trotzdem, dass hier vielleicht auch langsam was vorwärts geht; die letzten News rund um die Drosselkom lassen eine nicht allzu rosige Zukunft erwarten — da ist so ein Hoffnungsschimmer sehr willkommen. Nein?
    ;-)

  • Am 2. Mai 2013 um 22:24 von Heizi653

    Ja nicht so viel meckern aber zu richtigem Journalismus gehört auch der Vergleich und so wird die Besonderheit relativ = weniger Lorbeeren fuer den buergermeister hehe

  • Am 14. Mai 2013 um 13:49 von Tobi W.

    Grundsätzlich finde ich es sehr gut wenn sich Städte und Gemeinden endlich mit dem Thema beschäftigen! Allerdings gibt es bei solchen Vorhaben doch einige Fallstricke die da entstehen können…

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