Nikon lässt sich Passwortschutz für Kamera-Objektive patentieren

Vor der Nutzung mit einem bestimmten Gehäuse muss ein Kennwort eingegeben werden. Dies soll den Weiterverkauf gestohlener Linsensysteme verhindern. Der Antrag stammt von September 2011, wurde aber erst jetzt veröffentlicht.

Nikon hat in Japan ein Patent auf ein System beantragt, um ein Kamera-Objektiv mit einem Passwortschutz zu versehen. Bevor es dann mit einem Gehäuse zum Fotografieren genutzt würde, wäre eine einmalige Authentifizierung nötig. Dies kann zwar nicht den Diebstahl, aber zumindest den Wiederverkauf gestohlener Linsensysteme unterbinden.

Diebstahlssicherung für Objektive - Bild zum Patentantrag (Zeichnung: Nikon)

Der Antrag stammt von September 2011, wurde aber erst am 2. April 2013 unter der Nummer 2013-61508 veröffentlicht und jetzt entdeckt. Er steht nur in japanischer Sprache zur Lektüre bereit.

Die technischen Details des Authentifizierungssystems sind in der Google-Übersetzung nur schwer zu verstehen. Die Website Nikon Rumors glaubt aber, dass das Passwort voreingestellt ist und mit den Seriennummern von Objektiv wie Gehäuse abgeglichen wird. Ohne Passwort wird jedenfalls der Lichtstrahl blockiert und erreicht den Bildsensor gar nicht erst.

Bedenken gibt es allerdings, ob dieses System den Verleih von Objektiven sabotieren würde. Der Verleiher müsste dann das Passwort des Objektivs dem Ausleiher mitteilen, was dem Sicherheitsgedanken widerspricht. Außerdem besteht natürlich die Gefahr, dass viele Nutzer das Passwort in ihrer Kameratasche deponieren, womit jeder Diebstahlsschutz hinfällig wäre. Im Feedback-Bereich des Blogs wird auch spekuliert, ob als nächstes eine Beschränkung von Objektiven auf den Einsatz in einer festen Zahl Kameras – beispielsweise dreien – kommen könnte.

[mit Material von John Fontana, ZDNet.com]

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Themenseiten: Datenschutz, Nikon, Patente

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