Keine weitere Support-Verlängerung für Windows XP

Ab dem 8. April 2014 gibt es keinerlei Sicherheitsupdates und technische Unterstützung mehr. Das macht das 2001 erschienene OS laut Microsoft zu einem ernsthaften Sicherheitsrisiko. Daher empfiehlt es die baldige Migration auf Windows 7 oder 8.

Am 8. April 2014 wird Microsoft den Support für sein dann fast 13 Jahre altes Betriebssystem Windows XP definitiv auslaufen lassen. Einer weiteren Verlängerung der sogenannten Extended-Support-Phase hat der Softwarkonzern nun eine Absage erteilt, obwohl das OS laut Zahlen von NetApplications derzeit noch einen Marktanteil von 38,7 Prozent hält. Damit wird es in einem Jahr keinerlei Sicherheitsupdates, Aktualisierungen oder technische Unterstützung mehr geben.

Windows XP (Bild: Microsoft)

In seiner Mitteilung weist Microsoft in diesem Zusammenhang nachdrücklich darauf hin, dass Windows XP nach dem Support-Ende ein Sicherheitsrisiko darstelle. „Windows XP ist ein Auslaufmodell. Wer die letzten 365 Tage verschläft, setzt die IT-Sicherheit samt aller sensiblen Daten – ob als Unternehmen oder Privatperson – einem erheblichen Risiko aus“, erklärt Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland. Als Kind der Jahrtausendwende werde Windows XP heute weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien noch den hohen Sicherheitsanforderungen der IT-Abteilungen gerecht.

Auch Drittanbieter von Software stellen den Support für Windows XP vermehrt ein oder bieten diesen nur noch kostenpflichtig an. Neue Programme werden für das alte Betriebssystem gar nicht erst geschrieben. Hardware-Hersteller stellen zudem keine Treiber mehr für das 2001 erschienene OS zur Verfügung, so dass Windows-XP-Rechner beispielsweise keine modernen Druckermodelle erkennen, zählt Microsoft weitere Gründe für eine Migration auf.

Der Softwarekonzern rechnet damit, dass in den kommenden zwölf Monaten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen einen Wechsel vollziehen. Mit der neuen Kampagne „Get2Modern“ unterstützt Microsoft diese mit unterschiedlichen Angeboten für Windows und Office. Der Extended Support für die Bürosoftware Office 2003 endet ebenfalls am 8. April 2014. Im Rahmen der Kampagne erhalten Unternehmen mit Microsoft-Open-Lizenzen, die derzeit noch Windows XP Professional nutzen, zudem bei einem Upgrade auf Windows 8 Pro und Office 2013 einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent. Das Angebot gilt bis 21. Juni 2013.

Für die Suche nach Software und IT-Dienstleistungen für Unternehmen empfiehlt der Konzern sein Angebot Microsoft Pinpoint. Mit der Seite Springboard Series unterstützt er IT-Verantwortliche und Administratoren mit technischen Ressourcen, kostenlosen Tools und Anleitungen bei der Bereitstellung und Verwaltung von Windows-Client-Infrastrukturen. Das Microsoft Deployment Toolkit (MDT) soll die Migration beschleunigen.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

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7 Kommentare zu Keine weitere Support-Verlängerung für Windows XP

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  • Am 9. April 2013 um 15:33 von Mac-Harry.de

    Schade, denn XP ist die einzige Windows-Version, die ich auf meinem Mac in der Virtuellen Maschine laufen ließ. Dann werde ich sie auch mal kicken und das war’s endlich mit Windows. Tschüss, niemand wird Dich vermissen :-)

    • Am 9. April 2013 um 19:22 von Marco

      …selten einen widersprüchlicheren Satz gelesen…

  • Am 6. August 2013 um 9:35 von Anna

    ok. Das ist nun für mich der Tritt in den Allerwertesten.
    Da auf Windows 8 meine großen Drucker und meine CAD Software nicht mehr läuft heißt das Neubeginn. Dann kann ich auch gleich auf Mac umsteigen wenn ich eh alles neu kaufen muß. Ich frage mich, ob das für Windows nicht ein Eigentor ist.
    Viele werden umsteigen.
    Tschüß, Windows!

    • Am 6. August 2013 um 10:12 von MacWinUser

      Tschüß, Anna. Und viel Vergnügen mit OSX.

      • Am 6. August 2013 um 11:47 von Otternase

        Tipp: einfach ein XP System als virtuelle Maschine auf Win 7 laufen lassen. Muss nicht Win 7 Pro und die eingebaute Virtualisierung sein, die kostet ja Extra, sondern VmWare/Virtualbox laufen auch sehr gut. Mit etwas Glück funktioniert alles wie gehabt. Ggfs. Das Geld anstelle in Win 7 Pro besser in ein gezieltes Hardware Upgrade investieren.

        Und Tipp: bei Ebay gibt es gültige Original Win 7 Lizenzen (Reseller) recht preiswert.

        PS: Die Entwcheidung auf OS X zu wechseln nur wegen Treiber Problemen wäre m.E. ein recht harter Bruch.

        OS X bietet zwar viele Vorteile, bedeutet aber auch Umgewöhnung, und das sollte man sich überlegen. Und auch prüfen, ob die Hardware zu 100% unterstützt wird. Ich selber habe vor drei Jahren gewechselt, und manchmal nutze ich dennoch Win XP und Win 7 als virtuelle Maschinen unter Parallels. Win 8 habe ich zwar installier, aber es gab für mich nichts, was es im Vergleich zu Win 7 interessanter gemacht hätte. Daher fristet es sein Dasein als ungenutzte virtuelle Maschine. Das schönste an OS X war, dass ich mir über Updates und Treiber nie mehr Sorgen machen musste. Das funktioniert recht entspannt. :-)

    • Am 6. August 2013 um 11:15 von Square Zero

      @Anna
      Aus Kostengründen könntest Du den Erwerb einer (ggf. gebrauchten) Windows-7-Premium-Version in Erwägung ziehen. Die meisten Drucker und Programme aus XP sind (zumindest im XP-Modus) kompatibel. Mac-Software ist meistens um Längen teurer.

      @MacWinUser
      Dass Du bisweilen komplett nutzlose Kommentare ablässt ist bekannt.
      Windows 8 wird möglicherweise(!), vielleicht(!) einmal ein akzeptables Betriebssystem, um effektiv zu arbeiten. Im Moment ist es eher ein Spielzeugsystem. Es funktioniert irgendwie, aber mehr auch nicht!

    • Am 6. August 2013 um 11:42 von Chris

      Bitte mal die Typenbezeichnungen der Drucker angeben die nicht laufen, und welche CAD Software nicht laufen soll. Denn entweder handelt es sich um Spezialgeräte, für die der Hersteller nur den angepassten Treiber für das damalige Kundensystem zur Verfügung stellte – Dann gibt es auch keinen Treiber für irgendein anderes System, weder Win7, noch OSX noch für irgendein Linux System – oder es ist Standardgerät, dann gibt es immer irgendeinen Workaround um die Drucker anzusteuern.

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